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Dienstag, 8. Dezember 2009

Aufenthalt in Südspanien XVI (mit Elchi)

Einen Tag auf dem Golfplatz La Manga (SP) (Dienstag, 8.12.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 0 - 2 Bf.

Erste Erfahrungen mit der neuen Panasonic Lumix DMC-FZ38

Gleich vorab, unsere neue Digital-Bridge-Kamera "Panasonic Lumix DMC-FZ38" hat sich bis jetzt voll und ganz bewährt. Seit drei Monaten knipsen wir was das Zeug hält, so dass wir bisher schon über 1'200 Fotos geschossen haben und wir können jetzt schon festhalten: Die FZ38 ist absolute Spitzenklasse! Sie lässt kaum etwas zu wünschen übrig, und es gibt nur wenig an ihr auszusetzen. Wir haben zwar noch nicht alle Möglichkeiten der Kamera ausprobiert bzw. ausgeschöpft, denn diese sind ziemlich umfangreich. Trotzdem wagen wir eine erste, kurze Beurteilung dieser hochmodernen Digitalbildkamera.

Alle unsere Wünsche für die neue Digitalkamera sind erfüllt: Die Bedienung ist wirklich intuitiv, so dass wir im Handbuch nur bei Spezialitäten und neuen "Features" nachsehen müssen. Die Einstellungsmöglichkeiten sind ausgesprochen vielseitig und der Quick-Menü-Stick (Joy-Stick) vereinfacht die schnelle Anpassung der Einstellungen ausserordentlich. Die Akkulaufzeit empfinden wir gegenüber unseren Kameravorgängern als ausgesprochen lange und die Akkuanzeige präzise. Oft brauchen wir den Akku tagelang nicht nachzuladen.

Hervorstechend sind auch die Abbildungseigenschaften, ausgezeichnet eben, wie es sich für ein Leica Objektiv gehört. Auch die Lichtstärke des Objektivs mit einem solch grossen Zoombereich ist sehr gut. Vor allem beeindruckt uns immer wieder die Schnelligkeit der Kamera beim Start, beim Auslösen und bei Mehrfachfotos. Die FZ38 ist wahrscheinlich etwas vom Schnellsten, was es derzeit bei den Bridge-Kameras zu kaufen gibt. Hinzu kommt, dass die leichtgewichtige Kamera mit den schlanke Abmessungen auch noch gut aussieht. Wir wurden deshalb von Interessierten auch schon mehrfach darauf angesprochen.

Die modernen Features, wie beispielsweise der intelligente Automatikmodus, die automatische Gesichtserkennung und die Funktion Autoverfolgung erleichtern das schnelle Fotografieren enorm und sind auch für technisch weniger Versierte einfach zu handhaben. Auch der optische Bildstabilisator arbeitet hervorragend, so dass es kaum verwackelte Fotos gibt.

Sehr hilfreich sind auch die verschiedenen Display-Modi. Insbesondere die horizontalen und vertikalen Hilfslinien sind für die optimale Motivgestaltung überaus nützlich. Die Anzeigen und Symbole sind farblich sinnvoll und gut lesbar implementiert. Und das Wichtigste bei einer Kamera, die Fotos fallen bis auf ganz wenige Ausnahmen (z. B. bei sehr dunklen Motiven) immer hervorragend aus. Zu diesem überaus positiven Eindruck tragen vor allem die hervorstechende Bildschärfe, der Detailreichtum, die minimale Verzeichnung und Vignettierung sowie die natürlichen Farben der Fotos bei. Die Panasonic Lumix DMC-FZ38 ist ein echtes Allround-Talent.

Dennoch gibt es ein paar Dinge zu vermerken, die noch verbessert werden könnten:

  • Der an sich nützliche Szenenmodus für Sonnenuntergänge bringt leider viel zu viel Rotanteil in die Fotos. Die Feineinstellungen bei der Farbe kann man beim Szenenmodus leider nicht nach eigenem Gutdünken verändern. Dies ist nur im P-, A-, S- und M-Modus möglich.
  • Des weiteren liegt der Aufnahme-/Wiedergabe Umschalter an ungünstiger Stelle und ist erhöht, anstatt versenkt angebracht, so dass man diesen beim Herausnehmen aus der Fototasche ab und zu unabsichtlich verstellt.
  • Das gleiche gilt für das Einstellrädchen für die Dioptrienkorrektur, welches zu wenig versenkt, ausserdem zu leichtgängig ist und deshalb oft unabsichtlich verstellt wird.
  • Als letzten Kritikpunkt möchten wir das Zoomen anfügen. Es gibt zwar zwei verschieden schnelle Zooms. Dennoch ist es gelegentlich schwierig, mit dem Zoomhebel den richtigen Ausschnitt festzulegen, weil selbst die langsame Verstellung zu schnell und zu unpräzise arbeitet. Wir haben uns mittlerweile aber daran gewöhnt und es klappt schon ganz ordentlich.
Gleichwohl sind wir mit der Kamera grundsätzlich sehr zufrieden, denn die absolut perfekte Kamera gibt es wohl nicht. Wir würden sie jederzeit wieder kaufen und können sie mit guten Gewissen weiter empfehlen.

Wer noch mehr über diese ausserordentliche Bridge-Kamera erfahren möchte, hier ein paar Testseiten im Internet:
www.digitalkamera.de
www.letsgodigital.org
www.dkamera.de
www.etest-digitalkamera.de
www.chip.de


Um halb zwölf Uhr wollen wir uns mit Hubert und Paul auf dem "Golfplatz La Manga" für eine 18-Hole-Partie auf dem "West Course" treffen, selbstverständlich nur zum Mitlaufen ;-)

Wir wollen uns mit den Regeln und Gebräuchen des Golfsportes vertraut machen. Das schöne und windlose Wetter dafür brauchen wir für heute nicht zu bestellen. Um es gleich vorne weg zu nehmen, wir erreichen heute wieder die 20 Gradgrenze.

Mit dem Roller fahren wir kurz vor Mittag zum "Golfplatz La Manga". Wir treffen uns beim ersten Abschlag auf dem "West Course".

Bis die Beiden eintreffen haben wir noch etwas Zeit und schauen uns ein wenig auf dem gut gepflegten Golfplatzgelände um. Das Wasser für die Pflege der ganzen Anlage wird aus den biologisch geklärten Abwässern der Siedlung um den Golfplatz gewonnen.

Nach wie vor blühen hier Blumen und Sträucher in den schönsten Farben.



Pünktlich brausen Paul und Hubert mit ihren Golfwägelchen heran.

Pauls Wagen schaut schon beinahe wie ein schnittiges Sportcabrio aus.

Dann kann's ja losgehen. Beim ersten Abschlag handelt es sich meisten um einen langen Schlag mit dem sogenannten "Golftee", ein kleiner Stift aus Holz oder Kunststoff, der beim Abschlag in den Boden gesteckt wird und auf den dann der Ball aufgelegt werden darf. Der Ball liegt somit erhöht und ist einfacher zu spielen.

Das ganze wird selbstverständlich zu Fuss angegangen. Es gibt hier nur wenige, die dazu ein Golfmobil benützen.

Die meisten begnügen sich mit einem unmotorisierten oder motorisierten Trolley.


Für den ganzen Golf Course von ca. 8 km Länge werden wir immerhin über 4 Stunden benötigen.

Der Golf Course ist alles andere als eben. Es gilt ausserdem verschiedenartige Hindernisse, wie beispielsweise Weiher, sogenannte "Sandbunker", Hügel, Bepflanzungen, Bäume oder auch Gräben zu überwinden.



Golf ist nicht nur ein körperliches, sondern auch ein taktisches Spiel. Es kommen dabei unterschiedliche Schläger für verschiedenen Reichweiten und Spielarten zum Einsatz.

Auf einer Tafel sind jeweils die Anforderungen pro Spielbahn fixiert. Nebst dem Handicap sind auch die Distanzen für die unterschiedlichen Teilnehmergruppen ersichtlich (Profis, Männer und Frauen).

Am Schluss einer Spielbahn liegt jeweils das "Green", wo der Golfball mit einem speziellen Schläger eingelocht werden muss.



Zum Golfen braucht es ein gutes Auge und viel Übung. Anfangs konnten wir den Ball kaum verfolgen.

Ab und zu landet der Ball nicht dort, wo er eigentlich hin sollte. Dann gilt es diesen erstmal zu finden, was nicht immer einfach ist :-)

Besonders amüsant sind die Abschläge aus dem Sandbunker. Meist fliegt viel Sand durch die Luft und der Ball selbst landet unweit davon wieder auf dem Rasen.



Golf ist vor allem bei langen Schlägen sehr dynamisch. Eine Fotozeitlupe in 7 Bildern soll dies hier ein wenig verdeutlichen.







So ein Golfplatz wird durch einen Golfarchitekten geplant und von einem Golfclub oder einer kommerziellen Betreibergesellschaft geführt. Die Pflege eines Golfplatzes ist sehr aufwendig und erfordert mehrere "Greenkeeper", sowie eine Reihe von Spezialmaschinen. Die Pflegekosten sind abhängig vom Anspruch an die Platzqualität und liegen bei den meisten Anlagen zwischen 300'000 und 900'000 Euro jährlich.



Natürlich sind wir auf dem Golfplatz nicht alleine unterwegs. Hinter und vor uns spielen verschiedene Gruppen den gleichen Kurs.


Nach etwas vier Stunden Fussmarsch erreichen wir das 18. Loch, wo auch die schönste Aussicht auf das "Mar Menor" und "La Manga" zu bestaunen ist, der richtige Platz für ein Gruppenfoto :-)


Aber auch auf die Siedlung des Golf Club Geländes hat man von hier aus einen wunderbaren Ausblick.

Ausgerechnet an dieser exponierten Stelle will ein Investor einen Hotelkomplex erstellen. Mal sehen, ob er dafür die Bewilligung erhält.

Abschliessend möchten wir an dieser Stelle Hubert und Paul für ihre Einladung zum Mitlaufen auf ihrem Golfplatz-Parcours nochmals herzlich danken. Es war interessant, einmal hinter die Kulissen zu schauen und die vielen Regeln und Gebräuche im Golfsport etwas näher kennen zu lernen.

Es war ein toller, erlebnisreicher Tag.

Ausflug nach Cartagena (SP) (Mittwoch, 9.12.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 0 - 1 Bf.

Einmal mehr empfängt uns heute Morgen ein wolkenloser, blauer Himmel. Wir fahren mit Karin und Renate nach Cartagena zum Bummeln. Karin holt uns mit ihrem Bus um halb zehn Uhr ab. Nach zwanzig Minuten Fahrt auf der Autobahn sind wir bereits am Hafen von Cartagena, wo wir den Wagen parken. Unser erstes Ziel ist eine grosse Weihnachtskrippenlandschaft im Zentrum. Als wir dort ankommen, sind die Arbeitet immer noch am Aufbauen. Wir sind leider etwas zu früh dran (oder die Spanier zu spät, wie man's nimmt ;-)

Cartagena ist sehr alt und die elektrischen Installationen an den Häusern ebenso ;-) Das so etwas funktioniert?

Das alte Cartagena mit den aufwendig gestalteten Fassaden ist wirklich schützenswert. Die Bauvorschriften sind aus diesem Grunde rigoros, so dass die alten Fassaden, die aus der Hochblüte der Stadt stammen, stehen bleiben müssen und ein Neubau daran angepasst werden muss. So kommt es, dass man oft auf künstlich gestützte Fassadenfragmente trifft, die irgendwann mit einem Neubau ergänzt werden.

Die Altstadt ist auf jeden Fall sehenswert.

Eine Augenweide ist der zentrale gelegene "Palacio Consistorial".



Unmittelbar davor liegt der "Plaza de los Héroes de Cavite" mit dem Denkmal "Autoridad Portuaria".

Karin sucht die Nähe einer bronzenen Bankskulptur.

In einem der gemütlichen Café auf dem Platz genehmigen wir uns einen "Café con leche" mit Croissants.

Anschliessend spazieren wir entlang der in grossen Teilen intakten Stadtmauer (Murella de Carlos III) zum Parkplatz zurück.


Bei der Rückfahrt machen wir beim Einkaufszentrum in Cartagena Nord Zwischenhalt, um im "Mediamarkt" und "Carrefour" noch etwas einzukaufen.


Anita ist heute wieder einmal als Coiffeuse tätig. Bei mir ist es mit dem Haarschnitt etwas einfacher :-)


Camping Caravaning La Manga (SP) (Donnerstag, 10.12.2009)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 17 Grad / Wind: 0 - 1 Bf.

Unsere Essvorräte müssen wieder mal aufgestockt werden. Auch unser Wäschekorb ist am Überlaufen. Anfangs nächster Woche soll es wieder Starkwind geben. So legen wir heute einen "recovery and recreation day" ein.

Bei unserem favorisierten Kiosk anfangs "La Manga", der übrigens auch viele deutsche Zeitschriften führt und auf Wunsch sogar bestellt, finden wir die lang gesuchten Sickers mit "El Toro" für unseren "Honda-Scooter".

Zwischendurch gibt es noch ein paar Anpassungen an der Elektroinstallation unseres Küchenzeltes zu erledigen. Für die Leuchte benötigen wir unbedingt einen separaten Schalter ;-)

Toni von "BrightSky" kommt noch bei uns vorbei und konfiguriert unseren Router auf den Hotspot PQ1 um. Dieser funktioniert momentan noch einwandfrei. Erstaunlicherweise erreichen wir damit eine stabile Übertragung von 1 Mb/s.

Um die Mitte des Tages werden wir während Stunden von einem Wolkenfeld überschattet. Woher dieses gekommen ist, bleibt uns ein Rätsel, denn auf den verfügbaren Satellitenbildern im Internet sieht man davon vorerst gar nichts. Erst auf dem präzisen Satellitenbild des METEOSAT 9 (MSG-2) von 12.30 Uhr kann man das begrenzte Wolkenfeld deutlich über dem "Mar Menor" erkennen (roter Kreis).

Gegen vier Uhr verschwindet der Wolkendeckel so schnell, wie er gekommen ist. Aus diesem Grunde bleibt das Thermometer heute verhalten auf 17 Grad Maxlufttemperatur stehen.

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