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Samstag, 5. Dezember 2009

Aufenthalt in Südspanien XV (mit Elchi)

Camping Caravaning La Manga (SP) (Samstag, 5.12.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 0 - 2 Bf.

Ein wolkenloser Himmel wölbt sich heute über dem "Mar Menor". Aus diesem Grunde hat es in der Nacht massiv abgekühlt auf nunmehr 11 Grad am frühen Morgen.

Zum Einkaufen fahren wir wieder einmal nach "Cartagena" zum "Carrefour", dem riesigen Einkaufmarkt der Superlative. Hier bekommt man praktisch alles, was man zum Leben braucht (Esswaren, Getränke, Alkoholika, Haushaltsartikel, Elektronik, Elektrogeräte, Kleider, Schuhe, Fotoapparate, Telefone, etc.) Nach 20 Minuten auf der Autobahn sind wir bereits am Ziel.

Der Einkaufbummel durch die grosszügigen Ladenstrassen ist ein echtes Erlebnis. Man kann sich an der Vielfalt der Auslagen so richtig sattsehen. Selbst die Auswahl beim Käse ist fantastisch. Wir erhalten hier sogar schweizerischen Emmentaler-, Appenzeller- und Gruyerzer-Käse. Zur Vorweihnachtszeit stehen an jeder Ecke Süssigkeiten als Geschenkidee. Wir halten uns da selbstverständlich zurück ;-)

Die Rückfahrt geht mit leichtem Rückwind zügig von statten. Um die Mittagszeit sind wir bereits wieder auf dem Campingplatz. Wir erwarten noch David von "MásMovil", denn der Internetzugriff mit dem USB-Stick läuft immer noch nicht. Leider warten wir vergeblich.

Starkwind gibt es heute keinen. Nichtsdestoweniger gibt es auch bei wenig Wind Wassersportler, die das schöne Wetter auf ihre Art und Weise geniessen.


Baden ist jedoch eher etwas für hartgesottene Nordländer bzw. Engländer. Die Wassertemperatur beträgt höchstens noch 18 Grad oder sogar etwas weniger. Das "Mar Menor" kühlt, weil es nicht sehr tief ist, doch relativ schnell ab. Andererseits wärmt es sich mit der erstarkten Frühjahrssonne dann auch schnell wieder auf.


Da ist der Wasserskifahrer im Neoprenanzug doch schon wesentlich besser dran.



Zum Abendessen gibt es typisches Schweizergericht, "Herdöpfel mit Chäs". Den dazugehörenden Käse haben wir heute bei "Carrefour" gekauft. Einen delikaten "Glarner Ziegerbutter" haben wir von zuhause mitgebracht, tiefgefroren, versteht sich :-)

In den Abendstunden herrscht auf dem Campingplatz weihnachtliche Stimmung. Immer mehr Gäste verzieren ihr momentanes Zuhause mit Weihnachtsschmuck verschiedenster Art.




Auch wir haben mit dem gewonnenen Weihnachtsstern ein wenig Weihnachtsstimmung vor unseren "Elchi" gezaubert.

Windsurfen am Mar Menor (SP) (Sonntag, 6.12.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 - 3 Bf.

Beim morgendlichen Joggen erblicken wir auf dem "Mar Menor" unweit des Ufers einen riesigen Schwarm von Wildenten, die sich hier am frühen Morgen versammelt haben.

Zunächst dachten wir, dass es Möwen wären, bis wir realisierten, dass sich nur einzelne Möwen unter die Entenschar gemischt hatten.


Die Morgenstimmung über dem "Mar Menor" ist, wie immer, einzigartig. Auch heute sind die murcianischen Berge am Horizont deutlich erkennbar. Es wird wieder ein wunderschöner Tag werden.

Mit nunmehr 9.0 Grad erleben wir heute Morgen einen neuen Kälterekord. Beim Joggen sind wir daher fast alleine. Lediglich ein paar Hundebesitzer begegnen uns auf ihrem morgendlichen Pflichtrundgang.


Heute findet ein vom "Deutschsprachigen Club des Mares e.V." auf "La Manga" organisierter Weihnachtsmarkt statt. Wir fahren ausnahmsweise mit unserem Roller dorthin, weil auf Nachmittag Starkwind vorhergesagt worden ist und wir damit bei Bedarf schneller wieder zurückfahren können.

Die Aussteller sind meist Deutsche, die ihre weihnachtlichen Bastelarbeiten hier zu günstigen Preisen anbieten.



Der grössere Teil des Marktes ist durch die gut besuchte Gastwirtschaft belegt. Am Fleischstand herrscht jetzt zur Mittagszeit reger Betrieb. Die Warteschlange ist unübersehbar.


Wir stellen uns bei den Süssigkeiten mit Café an. "Die Kuchen sind von den Mitgliedern alle selbst gebacken worden", erklärt uns eine Frau,…

…und schmecken tun sie wirklich ausgezeichnet :-)

Wir ertappen "Jutta", unsere eifrige Windsurferin gerade, wie auch sie sich mit Hochgenuss eine Beerencrèmetorte einverleibt. Wenn sich dies nur nicht allzu nachteilig beim Surfen auswirkt ;-)

Als wir zurückfahren hat es zwar Südwind, aber leider nicht die prognostizierten 4 Bf. Trotzdem tummle ich mich zusammen mit drei Engländern für eine Stunde mit dem grossen Material (7,0 m2 Segel und 130 Liter Board) auf dem Wasser herum. Etwas Bewegung tut immer gut :-)

Camping Caravaning La Manga (SP) (Montag, 7.12.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 18 Grad / Wind: 0 - 1 Bf.

Das Wetter ist nach wie vor dauerhaft schön und mild. Was will man mehr? Die Leute hier sind alle happy, denn letztes Jahr war das Wettergeschehen alles andere als angenehm. Es hatte oft geregnet und war auch sonst fast das ganze Winterhalbjahr über aussergewöhnlich kalt. Dieses Jahr scheint es geradewegs umgekehrt zu sein, ein absolutes Traumwetter, wie es im Buche steht. Lediglich für die Windsurfer auf dem Campingplatz könnte es etwas häufiger Starkwind geben.

Wir legen heute wieder einmal einen "recovery and recreation day" ein. Unter anderem müssen unsere Trinkwasservorräte wieder aufgestockt werden. Detlef, ein Campingnachbar, hilft uns dabei mit seinem PKW und schafft gleich 4 Wasserkanister mit insgesamt 20 Litern herbei.

Statt die vielen Plastikflaschen einfach fortzuwerfen, basteln viele Gäste auf dem Campingplatz daraus wunderschöne Kunstwerke.



Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.



Aber auch sonst geben sich die Leute unheimlich viel Mühe, um ihr momentanes Zuhause heimelig zu gestalten.


Es werden mit viel Liebe zum Detail richtiggehende Gärtchen angelegt.



Aber auch die fix eingerichteten Bungalows sind mit Blumen und blühenden Sträuchern verschönert.



Und wer Pflanzen weniger mag, streicht sein Heim vergleichbar farbenfroh. Die Spanier kennen hier keine Hemmungen.


Das "BrightSky" Debakel nimmt groteske Ausmasse an!

Das "BrightSky"-WLAN war leider den ganzen Sonntag über einmal mehr ausser Betrieb. Auch heute Montag haben wir noch keinen Internetzugriff. Da in Spanien heute und morgen wegen zwei Feiertagen niemand arbeitet, wird "BrightSky" erst am Mittwoch weitere Schritte für die Fehlerbehebung einleiten können. Das Debakel ist leider immer noch nicht ausgestanden. Es kommt noch schlimmer. Wie "BrightSky" heute verlauten lässt, wollen sie ein neues System aufbauen. Die Umbauarbeiten sollen bis 18. Dezember ausgedehnt werden, was bedeutet, dass weitere zehn Tage ohne Internetzugriff hinzukommen (worst case). Schöne Aussichten! Zumindest wird über eine Rückzahlung für diese Tage gesprochen.


Pünktlich gegen vier Uhr erscheint David, der Mann von "MásMovil" zusammen mit seinem kleinen Sohn und installiert den USB-Stick nochmals auf dem Netbook von Anita. Und siehe da, es funktioniert diesmal einwandfrei. David musste scheinbar die Software und die SMS-Card nochmals neu laden und aktivieren. Jetzt können wir endlich über "MásMovil" ins Internet :-)

Ein kleiner bitterer Nachgeschmack bleibt auch bei "MásMovil":
David hat mir ein USB-Verlängerungskabel 1.8 m für Euro 15.00 verkauft. Leider habe ich erst bei unserem letzten Besuch beim "Media Markt" in Cartagena gesehen, dass es dort das absolut gleiche Kabel (gleiche Marke) für nur Euro 5.99 zu kaufen gibt. Auch bei "Upper" in Cabo de Palos und bei den meisten "Ferreterias" gibt es solche USB-Kabel zum wesentlich günstigeren Preis. David hat dafür also 2 ½ mal mehr verlangt. Dieser Preis ist nicht fair und selbst wenn man die Hauslieferung berücksichtigt, eindeutig überrissen. Ich habe ihn darauf angesprochen, worauf er lakonisch meinte, dass der Preis für ein Taxi nach Cartagena teurer wäre, als seiner. Jeder weitere Kommentar erübrigt sich.

Nur für technisch Interessierte:
Nun müssen wir den USB-Stick nur noch auf meinem Notebook zum Laufen bringen. Eine Vermutung, wo der Fehler liegen könnte, habe ich schon. Ein wesentlicher Unterschied der beiden Computer liegt in der unterschiedlichen Ausrüstung der Hardware. Bei meinem Notebook "ASUS F3J" ist noch ein analoges Motorola-Modem (56 kb/s) eingebaut. Deshalb hatte ich gleich zu Anfang einen Dialer-Warner installiert, um dem Missbrauch der Telefonverbindung durch Viren oder andere "Malware" vorzubeugen. Leider hatte ich diesen nie auf die aktuelle Version 4.20 geupdatet und hatte so immer noch die alte Version 4.03 mit den überalterten DLLs auf dem Notebook laufen.

Der Dialer-Warner greift tief ins Betriebssystem ein und tauscht sogar DLLs von Windows aus. Zwei davon sind auch für die RAS-Verbindungsverwaltung verantwortlich (rasapi32.dll, rasdlg.dll). Seit längeren ist mir aufgefallen, dass der Start der RAS-Verbindungsverwaltung immer mit der Fehlermeldung 127 gestoppt wurde. Dieser Schlüssel-Service ist auch für die Kommunikation bei Modems (Telefonie) mit verantwortlich. Ich hatte auf der Fehlersuche zwar auch den Dialer-Warner deaktiviert, jedoch nicht deinstalliert. Dies hole ich nun nach und siehe da, bei der Deinstallation werden die DLLs des Dialer-Warners wieder durch die Originaldateien von Windows ersetzt, so dass der USB-Stick von "MásMovil" nun einwandfrei läuft, gerade noch rechtzeitig, damit wir das Desaster von "BrightSky" überbrücken können.

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