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Donnerstag, 3. September 2009

Reise nach Österreich VI (mit Elchi)

In Podersdorf (Donnerstag, 3.9.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 29 Grad / Wind: 1 - 3 Bf.

In der Nacht hat es nicht unter 19 Grad abgekühlt. Es ist nach wie vor sommerlich warm. Leider sind die Windverhältnisse für Surfer nicht berauschend. Am Vormittag hat der Wind für kurze Zeit auf 3 Bf. aufgefrischt, leider ablandig. Trotz Schwachwind-Ausrüstung schaffe ich es nicht, ins Gleiten zu kommen. Nach einer halben Stunde kehre ich leicht frustriert ans Ufer zurück. Das war pure Arbeit, aber kein Vergnügen.

Uns so gilt der Nachmittag wieder einmal dem "Dolce far niente" :-)

In Podersdorf (Freitag, 4.9.2009)
Wetter: Regen / Temp.: 20 Grad / Wind: 1 Bf.

Nach einem kurzen abendlichen Sturm mit Böenspitzen bis zu 10 Bf. hat es in der Nacht sodann leicht geregnet. Heute ist der Himmel Wolken verhangen und immer wieder regnet es leicht. Nur ab und zu drückt die Sonne leicht durch. Bedauerlicherweise ist erst für morgen eine Wetterbesserung in Sicht.

Abgesehen von einem kurzen Spaziergang verläuft der Tag nicht gerade ergiebig. Als "Trösterli" gibt's in unserem Büssli Café mit frischem Apfelstrudel vom nahen Bäcker :-) Andererseits haben wir endlich wieder etwas Zeit zum Lesen. Camping bei Regenwetter macht nicht wirklich Spass, und so geniessen wir heute das Abendessen im Restaurant "Pannonia". Der Zander mit Crème-Spinat-Nudeln schmeckt köstlich und selbstverständlich auch der Palatschinken mit Marmelade zum Dessert.

In Podersdorf (Samstag, 5.9.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 21 Grad / Wind: 6 - 7 Bf.

Eine Kaltfront hat uns in der Nacht überquert und viel Regen und Wind gebracht. Das Thermometer zeigt am frühen Morgen nur noch 14,5 Grad an, so dass wir zum ersten Mal unsere Heizung anwerfen, um in wohliger Wärme zu frühstücken.

Erfreulicherweise zeigt sich bereits wieder die Sonne und der Wind legt kräftig zu. Kleines Surfmaterial ist heute angesagt. Obwohl ich mit dem 4,2 m2 Segel und dem 85 Liter-Board aufs Wasser gehe, bin ich immer wieder mal "überpowert".


Da Wochenende ist, wimmelt der See nur so von Surfern und Kitern. Vor allem in Ufernähe herrscht ein riesen Gerangel.


Am Nachmittag flaut der Wind allmählich ab. Es ist auch wieder wärmer geworden und die Wäsche trocknet im Rekordtempo.

Auch für die nächsten Tage ist schönes und windreiches Wetter vorhergesagt. Gleichwohl packen wir heute unsere Surfsachen zusammen, denn morgen Sonntag treten wir aus privaten Gründen vorzeitig unsere zweitägige Rückreise in die Schweiz an. Immerhin konnten wir an 4 von 11 Tagen surfen, wobei wir den Regentag nicht genutzt hatten.

Ade Podersdorf...

Podersdorf - Braunau (Sonntag, 6.9.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 18 Grad / Wind: 2 - 5 Bf.

Auch heute Morgen messen wir nur 14,5 Grad Celsius. Dazu weht bereits ein straffer Wind. Es wird bestimmt noch ein toller Windsurftag werden, aber leider nicht mehr für uns. Unser "Elchi" ist reisefertig. Wir verabschieden uns herzlich von unseren Freunden aus Berlin und machen uns auf den Weg nach Hause.

Braunau liegt auf dem Weg in die Schweiz ungefähr in der Mitte direkt an der Grenze zu Deutschland. Da wir mautpflichtige Autobahnen in Österreich meiden und nur über Haupt- und Nebenstrassen fahren, kommen wir naturgemäss nicht so schnell vorwärts. Hinzu kommt noch ein steifer Gegenwind aus westlicher Richtung, der uns zusätzlich behindert. Wir treffen erst gegen halb fünf Uhr auf dem "Campingplatz Braunau" ein.

Der Campingplatz liegt direkt an der Umfahrungsstrasse Süd und ist deshalb nicht eben ruhig. Dafür haben wir am nächsten Morgen nicht sehr weit auf die deutsche Autobahn, welche die Fortsetzung der Schnellstrasse bildet.

BraunauSt. Gallen (Montag, 7.9.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 1 - 2 Bf.

Wir haben trotz Umfahrungsstrasse gut geschlafen und fahren bereits um 07.30 Uhr weiter auf der Autobahn in Richtung München. Die Nordringumfahrung von München passieren wir ohne Staus. Auch die restliche Strecke bis nach Bregenz verläuft problemlos.

Leider herrscht im Bereich Bregenz-Hard, wie immer, stockender bis zäh fliessender Verkehr. Warum der Pfändertunnel als Umfahrung der beiden Städte von Wien nicht von der Autobahnmaut befreit wird, begreift hier niemand. Stattdessen ersticken die beiden Städte seit Jahren im Durchgangsverkehr. Diese unverständliche Haltung der österreichischen Regierung ist alles andere als umweltfreundlich, deckt sich aber mit der ebenso starren und kleinlichen Haltung bezüglich der unfairen LKW-Maut für Reisemobile über 3,5 Tonnen.

Nach einer halben Stunde "Stop and Go" haben wir auch diese Hürde geschafft. Bei St. Margrethen überqueren wir die Schweizergrenze. Damit geht unsere vierwöchige Deutschland-Österreich-Reise zu Ende.

Sonntag, 30. August 2009

Reise nach Österreich V (mit Elchi)

In Podersdorf (Sonntag, 30.8.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 4 - 1 Bf.

Die Sonne scheint bereits durchs Alkovenfenster, als wir aufwachen. Es verspricht wieder ein wunderschöner Tag zu werden. Bei der morgendlichen "Nordic Walking" Runde durch die Rebfelder der Umgebung empfinden wir die sonntägliche Ruhe besonders wohltuend. Lediglich das Pfeifen der Vögel und das ferne Glockengeläut der Kirche von Podersdorf sind zu hören.

Mit dem schönen Wetter kommt leider auch die Windflaute. Gegen Mittag schläft der Wind buchstäblich ein, so dass wir heute nicht zum Surfen kommen. Wir klappern stattdessen alle drei Surfshops im Dorf ab, um zu sehen, was es für neue Sachen es auf dem Markt gibt. Für kältere Tage kaufe ich mir eine Neoprenmütze, da meine wenigen Haare inzwischen zu wenig Schutz bieten ;-)

Der heutige Sonnenuntergang ist besonders malerisch.


Die letzte Fähre aus Rust trudelt ein.

Wer ein Stativ sein Eigen nennt oder eine ruhige Hand besitzt, nutzt die Dämmerung für stimmungsvolle Aufnahmen.


Die Dorfkirche sieht zur "blauen Stunde" märchenhaft aus.


In Parndorf (Montag, 31.8.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 25 Grad / Wind: 1 Bf.

Mit unseren Velos fahren wir nach Parndorf, wo sich das grösste "Outlet Center" befindet, welches wir kennen. Hier sind dort mittlerweile 150 Designer- und andere Shops unter einem Dach versammelt. Die meisten Besucher reisen allerdings nicht mit dem Fahrrad an, sondern mit dem Auto. Dafür stehen 3000 gratis Parkplätze bereit. Für Velofahrer existiert leider nur ein einziger Fahrradständer für 4 Velos.

Von Podersdorf aus fahren wir über den gut ausgeschilderten Fahrradweg, via Weiden am See, Neusiedl am See bis nach Parndorf.


Die Umgebung um den Neusiedlersee verfügt über ein dichtes, hervorragend ausgebautes Radwegnetz, welches einerseits um den ganzen See, andererseits die umliegenden Dörfer verbindet. Rebberge, Naturschutzgebiete und malerische Dörfer wechseln sich ab.

Die Österreicher machen mit den alternativen Energieerzeugung vorwärts und haben seit unserem letzten Besuche vor sechs Jahren etliche Windfarmen zur Stromerzeugung aufgebaut. Bei uns in der Schweiz werden solche Projekte regelmässig von den Grünen und vom Heimatschutz torpediert.


Das "Designer Outlet Parndorf" ist in einem nostalgischen, farbenfrohen Stil erstellt.


Die mit viel Geschmack gestalteten Innenhöfe laden zum Verweilen ein.


Hinter dem ursprünglichen Baukomplex wurde inzwischen ein moderner Erweiterungsbau erstellt, der überhaupt nicht zum bisherigen Teil passt, ein echter Stilbruch eben.

Das nüchterne Gebäude ist nicht gerade einladend und deshalb auch weniger gut besucht.

Vor allem die Restaurationsbetriebe werden diese relativ ungemütliche Atmosphäre besonders spüren. Das eine der beiden Restaurants ist praktisch leer. Wir lassen uns in einem der gemütlichen Cafés im nostalgischen Teil nieder und geniessen den Cappuccino.

Anschliessend schlendern wir durch die Laden-Arkaden, wo sich ein Designer-Shop an den nächsten reiht.


Auch "Crocs" mit seinen farbigen Kunststoffschuhen ist hier vertreten.

Der Ausflug nach Parndorf hat sich gelohnt, auch wenn wir diesmal nicht allzu viel gekauft haben. Trotz leichtem Gegenwind sind wir nach einer Stunde Radfahren wieder in Podersdorf. Das schreit nach einer Belohnung: Der Kaiserschmarren beim "Seewirt" schmeckt ausgezeichnet :-)

In Podersdorf (Dienstag, 1.9.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 3 - 4 Bf.

Endlich wieder mal Wind. Dieses Jahr werden wir nicht gerade verwöhnt und freuen uns selbst bei ablandigem und böigen Wind aufs Windsurfen. Bei solchen Windbedingungen zu Surfen ist allerdings anstrengend und macht längst nicht so viel Spass, wie "sideshore wind".

Nach zwei Stunden Surfen haben wir denn auch genug. Auf unserer Wäscheleine machen sich Libellen breit. Trotz Wind fühlen sie sich dort scheinbar wohl.


Der Tag verabschiedet sich wiederum mit einem traumhaft schönen Sonnenuntergang.



Radtour PodersdorfRustMörbischIllmitzPodersdorf (Mittwoch, 2.9.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 1 - 2 Bf.

Da es heute nur wenig Wind geben soll, entschliessen wir uns für eine Radtour um Teile des Neusiedlersees. Die Fähre fährt um 10.00 Uhr ab Podersdorf und bringt uns mit den Fahrrädern direkt nach Rust auf der anderen Seite des Sees.

Klaus und Hannelore haben sich uns angeschlossen und so sind wir also zu sechst. Die flachen Fährschiffe haben kaum Tiefgang, damit sie auch bei niedrigem Wasserstand nicht auflaufen. Dieses Jahr liegt dieser zwar sehr hoch. Wir hatten aber auch schon Jahre, wo der Steppensee mindestens einen Meter tiefer lag und die Schiffe vorsichtig den Fahrrinnen entlang fahren mussten.


Die Überfahrt dauert fast eine Stunde. Möwen begleiten uns den ganzen Weg.


Entlang des schilfbewachsenen Ufers gibt es zahlreiche Ferienhäuser, die nur mit Schiff erreichbar sind. Da diese Bauweise inzwischen nicht mehr erlaubt ist, sind die Preise dafür in die Höhe geschnellt. Mittlerweile bezahlt man dafür horrende Preise in der Grössenordnung von 100'000 bis 150'000 Euro.

Wir fahren im Hafen von Rust ein.

Das verträumte Rust mit dem grosszügigen Dorfplatz und den wunderschönen Gassen ist wirklich sehenswert.



Es gibt auch viele gemütliche Ecken mit Restaurants und Cafés.


Auf den Kaminen haben Störche ihre Nester gebaut.

Mit leichtem Rückenwind geht es weiter nach Mörbisch, wo wir zu Mittag essen. Mörbisch ist für seine Seefestspiele mit einer Seebühne bekannt, aber auch für die malerischen Seitengassen, die mit viel Liebe gepflegt werden.



Die Fähre nach Illmitz fährt jede halbe Stunde.

Der Weg aus dem Schilfgürtel ist teilweise sehr schmal.


Nach einer halben Stunde laufen wir bereits im Hafen von Illmitz ein.

Nach einen Café mit Eis nehmen wir die Strecke zurück nach Podersdorf unter die Räder. Ein leichter Gegenwind bremst ein wenig unsere flotte Fahrweise.


Wichtig: Mittlerweile verfügen wir über sechs unabhängige Reisetagebücher. In der Navigationsleiste (rechts) unter der Rubrik "Impressum" kann jedes der Reisetagebücher direkt erreicht werden. Zusätzlich zum aktuellen sind gegenwärtig folgende Reisetagebücher verfügbar: