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Dienstag, 29. September 2009

Reise durch Frankreich III (mit Elchi)

Chatel-GuyonNarbonne-Plage (F) (Dienstag, 29.9.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 29 Grad / Wind: 1 Bf.

Kurz nach "Chatel-Guyon" fahren wir auf die Autobahn A 75 und starten die zweite Etappe auf unserer Reise nach Spanien. Die Autobahn schlängelt sich durch die Täler des Zentralmassivs und steigt auf über 1000 m.ü.M.


Unter uns liegt das morgendliche Nebelmeer.

Wir geniessen die vielfältige interessante Landschaft, die an uns vorbeizieht.


Mittagessen gibt's auf dem grosszügig ausgebauten Rasthof nach Ausfahrt Nr. 31 nach dem "Truyère Viadukt".

Für den PKW-Parkplatz haben sie sich etwas Besonderes einfallen lassen.

Weiter geht unsere Fahrt vorbei an "Sévérac le-Châtaux".

Mit der Benutzung von mautfreien Autobahnen und Hauptverkehrsstrassen, ausgenommen das neue "Millau Viadukt" sowie ein kurzes, aber lohnendes Autobahnstück zwischen "Bézier" und "Narbonne", können wir viel Geld sparen (ca. € 90) und dies ohne nennenswerten Mehrweg. Die Überfahrt über das rund zwei Kilometer lange Viadukt lassen sich die Franzosen jedoch recht teuer bezahlen, für ein Gefährt bis 3.00 m Fahrzeughöhe mit € 8.00 und darüber mit € 21.00. Wir fallen leider in die zweite Kategorie :-(( Andererseits sparen wir wieder durch günstigere Dieselpreise fernab der Autobahnen bei den Tankstellen der Einkaufsmarktketten, wie "Carefour", "Super U", etc. (ca. € 13.50 bei einem Verbrauch von 15 Liter/100 km auf 900 km Länge und € 0.10 Differenz pro Liter). Die Fahrt über das neue Viadukt lohnt sich auf jeden Fall.

Kurz vor der Brücke ist ein grosszügiger Aussichtspunkt mit Parkplätzen etc. eingerichtet.

Ein Besuch ist absolute Pflicht, denn man hat von der zu Fuss erreichbaren Aussichtsplattform auch eine tolle Aussicht auf die Stadt "Millau".


Blickfang ist aber vor allem das grandiose Viadukt mit seiner einzigartigen Architektur. Es überragt mit 343 m Höhe sogar den Eifelturm.

Die Überfahrt dauert jedoch nur ein paar Minuten. Die Aussicht ist durch Windschutzelemente versperrt, gut für Schwindelanfällige, weniger gut für Fotografen;-)


Von über 1000 m.ü.M. fällt die Autobahn im Süden auf beinahe Meereshöhe hinunter.


Für LKWs zweigen immer wieder Auslauframpen ab, die bei überhitzten Bremsen als Notbremse dienen.

Die Landschaft durch das Zentralgebirge Frankreichs ist wunderschön und abwechslungsreich. Der Belag der Autobahn ist in einem makellosen Zustand. Lediglich die relativ vielen Steigungen mit 6 % Gefälle und mitunter mehr, machen unserem "Elchi" etwas zu schaffen. Schliesslich sind wir mit Volllast unterwegs.


Als wir auf dem Stellplatz in "Narbonne-Plage" ankommen, ist dieser um halb fünf Uhr fast gänzlich belegt. Wir können gerade noch einen freien Platz ergattern und zusätzlich für unsere Freunde aus Germersheim einen weiteren reservieren.

Dass sich ein Belgier, der sich für ein Pole ausgab, mit seinem Wohnwagengespann auf den reservierten und markierten Platz gestellt hat und dies erst noch ohne zu bezahlen, sei nur am Rande erwähnt (er kam ausserhalb der Platzöffnungszeiten an und fuhr früh am Morgen vorzeitig ab).

Narbonne-Plage (F) – Spätzlewirt (SP) (Mittwoch, 30.9.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 25 Grad / Wind: 1- 3 Bf.

Trotz Vollbelegung ist es auf dem Stellplatz die Nacht hindurch sehr ruhig. Es hat in der Nacht immerhin unter 20 Grad abgekühlt, so dass wir bei Morgengrauen ausgeschlafen aufwachen.

Nach dem Frühstück fahren wir zuerst beim "Carefour" in "Narbonne" vorbei, um günstigen Diesel aufzutanken und unsere Vorräte zu vervollständigen. Mit 80 km/h geht's weiter auf der mautpflichtigen Autobahn in Richtung Spanien. Nach ca. 100 km Fahrt und einem steilen Aufstieg in die "Pyrenäen" passieren wir die spanische Grenze.

Ähnlich wie die Franzosen, legen die Spanier anscheinend viel Wert auf ästhetisch ansprechende Brückenkonstruktionen.


Auf der Autobahn herrscht nur mässiger Verkehr, so dass wir gut vorankommen. Kurz nach drei Uhr treffen wir beim "Spätzlewirt" ein. Wir sind nicht die einzigen. Innert kurzer Zeit füllt sich der grosse Parkplatz, so dass wir vorsichtshalber für das Abendessen einen Vierertisch reservieren. Der Platz verfügt inzwischen ebenfalls über gratis WiFi :-)

Spätzlewirt – La Manga (SP) (Donnerstag, 1.10.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 28 Grad / Wind: 1- 3 Bf.

Zu früher Morgenstunde werden wir abrupt vom Lärm eines Kehrichtwagens aus dem Tiefschlaf gerissen. Es ist erst 03.30 Uhr, als dieser eine Kehrichttonne gleich hinter unserem Büssli leert. Wir können nur schwer wieder einschlafen und so kommt es, dass wir bereits um 07.30 Uhr in der Morgendämmerung abfahrbereit sind.

Die meisten schlafen noch, als wir uns auf den Weg machen.

Heute nehmen wir die letzte Etappe bis zu unserem Reiseziel "La Manga" unter die Räder. Bis "Valencia" benutzen wir die mautpflichtige Autobahn A7. Anschliessend wechselnd wir auf die vier- bis sechsspurige Autobahn A35. Diese ist zwar stark befahren, weil sie mautfrei und zudem kürzer als die Küstenautobahn A37 ist, aber wir kommen trotzdem gut voran.


Lediglich ein kurzes abkürzendes Strassenstück über die N344 besteht auf zweispuriger Hauptstrasse. Trotz dichtem LKW-Verkehr kommen wir ohne Stau durch dieses 14 km lange Nadelöhr.

Landschaftlich ist die Strecke abwechslungsreich und interessant.



Bei "Elche" mündet die A37 wieder in die Küstenautobahn A7, die wir aber nur für kurze Zeit benützen. Weiter geht's dann über die teilweise kostenpflichtige Autobahn A37 "La Manga" zu. Um 14.20 Uhr fahren wir durchs Tor des ausgewählten Campingplatzes "Caravaning La Manga", wo wir ein halbes Jahr verweilen werden.

Die Anmeldung an der Rezeption geschieht im Schnellzugstempo, da ihnen unsere Daten vom letzten Mal her noch bekannt sind. Ausserdem hatten wir die Parzelle vor zwei Jahren schon reserviert.

Obwohl wir uns nicht sonderlich beeilen, haben wir uns auf unserer Parzelle nach drei Stunden bereits gemütlich eingerichtet. Die optimale Einteilung der Parzelle haben wir vor zwei Jahren schon ausgetüftelt, so dass wir wissen, wo wir was hinstellen wollen. Lediglich das Abladen des Windsurf-Equipments haben wir aus Zeitgründen auf morgen verschoben.

Sonntag, 27. September 2009

Reise durch Frankreich II (mit Elchi)

Kaysersberg - Riquewihr - Colmar (F) (Sonntag, 27.9.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 1 Bf.

Schon am frühen Morgen überfliegt uns ein nahe über Grund fahrender Heissluftballon. Sein typisches Zischen beim Nachheizen ist unüberhörbar, so dass alle Augen der Campingplatzbesucher nach oben gerichtet sind.


Nach dem Frühstück fahren wir als erstes nach "Riquewihr", welches ebenfalls inmitten von Rebbergen eingebettet liegt.

Das bezaubernde Dorf mit seinen malerischen Gassen ist ein weiteres Bijoux, welches eine Unmenge an Touristen anzieht.




Das Dorf überquillt quasi von verträumten Ecken und liebevoll gestalteten Läden, welche vor allem leckere Süssigkeiten und Wein anbieten.



Kunstvoll gestaltete Seife, statt Süsses gibt es hier ebenfalls zu kaufen.

Wir arbeiten uns durch die märchenhafte Hauptgasse bis zum oberen Stadttor vor.




Gegen Mittag fahren wir weiter ins 10 km entfernte "Colmar", mit dem Roller nur einen Katzensprung. Wir parkieren am Altstadtrand unsere "Honda" und gehen zu Fuss weiter. Mitten in der Altstadt steht die gotische Kathedrale.

Da heute Sonntag ist, sind die meisten Läden im städtischen "Colmar" geschlossen.

Lediglich ein paar Souvenirläden sowie Cafés und Restaurants haben geöffnet.


Auch "Colmar" brilliert mit unzähligen schmucken Riegelhäusern (Fachwerkbauten), die in bestem Zustand gehalten sind.



Zu Mittag essen wir im Restaurant "Pfeffel" einen leckeren Flammkuchen, eine elsässische Spezialität. Anschliessend schlendern wir noch etwas durch die Gassen und bestaunen die vielen gut erhaltenen, alten Hausfassaden.


Wir sind diesmal untypischerweise ohne Stadtplan losgezogen und suchen das "kleine Venedig von Colmar" vergeblich, ein guter Grund, um diese herrliche Gegend wieder einmal zu besuchen ;-)

Zum Abschluss unseres kurzen Elsass-Aufenthaltes gehen wir auswärts essen. Wir spazieren dem Dorfbach entlang ins nur 10 Gehminuten entfernte Zentrum von "Kaysersberg". Zum Dessert gibt's heissen Bratapfel mit Eis, ebenfalls eine Spezialität der Gegend.

Kaysersberg – Chatel-Guyon (F) (Montag, 28.9.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 1 Bf.

Wenn Engel reisen, lacht der Himmel :-) Auch heute dauert unser unbeschreibliches, schon seit Wochen andauerndes Wetterglück an. Ein weiterer strahlender Tag begleitet uns auf unserer ersten Etappe mitten durch Frankreich. Wir haben uns diesmal für die mautfreie Autobahn A75 entschlossen, welche von "Clermont-Ferrand" mitten durch Frankreich bis nach "Bézier", kurz vor "Narbonne Plage", unserem Treffpunkt mit Dagmar und Eugen führt. Heute fahren wir nur bis "Chatel-Guyon" westlich von "Riom".

Für Interessierte hier die detaillierte Beschreibung der Strecke:
Zunächst nehmen wir die nationale Hauptverkehrsstrasse D83 bis "Belfort", welche bestens ausgebaut ist. Der Autobahnring um "Belfort" ist mautfrei. Wir kommen zügig voran und geniessen die schöne Aussicht auf den "Doubs-Flusses" und den französichen Jura im Hintergrund.

Nach "Belfort" fahren wir weiter auf der ebenfalls gut ausgebauten D 683 entlang des "Doubs" bis "Besançon". Gleich eingangs auf der linken Seite liegen ein "Carefour Einkaufsmarkt" und die mit Abstand günstigste Tankstelle. Ein Liter Diesel kostet nur € 0.965. Wegen der extremen Höhe unseres Wohnmobils (3.85 m) müssen wir allerdings bei der LKW Zapfsäule tanken :-)

Die Umfahrung von "Besançon" am nördlichen Stadtrand finden wir anschliessend Dank "Navi" mühelos. Weiter geht's auf der Hauptverkehrsstrasse D 673, welche nahtlos in die N 73 übergeht. Wir fahren südlich von "Chalon-s-Saône" vorbei und wechseln auf die mautfreie Autobahn N 80, welche wiederum in die N 70 übergeht. Südlich von "Moulins" biegen wir dann in die Hauptverkehrsstrasse D 2009 ab. Kurz vor unserem Ziel tanken wir beim "Carefour Einkaufsmarkt" in "Gannat" nochmals auf. Diesmal kostet der Liter Diesel €0.971, ebenfalls super günstig im Vergleich der übrigen Tankstellen in der Region. Weil die Überdachung der Tankstelle lediglich 3.40 m Durchfahrtshöhe aufweist, fahren wir mit dem Alkoventeil vorsichtig unter das Vordach bis die Surfbretter anstehen. Der Schlauch der Zapfsäule reicht gerade noch bis zu "Elchis" Einfüllstutzen. Nochmals Glück gehabt :-)

Alle Strassen sind übrigens bestens ausgebaut und erst noch in erfreulich gutem Zustand. Einzig die vielen Kreisel sind ab und zu etwas lästig ;-) Trotzdem treffen wir bereits um halb fünf Uhr auf dem ausgewählten Campingplatz "Clos de Balanède" in "Chatel-Guyon" ein. Die erste Reiseetappe haben wir glücklich überstanden. Der Verkehr war nur mässig und das schöne und warme Herbstwetter hat uns die ganze Zeit begleitet.


Wichtig: Mittlerweile verfügen wir über sechs unabhängige Reisetagebücher. In der Navigationsleiste (rechts) unter der Rubrik "Impressum" kann jedes der Reisetagebücher direkt erreicht werden. Zusätzlich zum aktuellen sind gegenwärtig folgende Reisetagebücher verfügbar: