Windsurfen am Mar Menor (SP) (Dienstag, 1.12.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 17 Grad / Wind: 5 - 6 Bf.
Nachdem es gestern nur schwachwindig gewesen ist, hat der Wind über Nacht kräftig aufgefrischt. Am Morgen bläst er mit 5 bis 6 Beaufort aus Nordwesten über die Bucht des "Mar Menor".
Allerdings ist die Lufttemperatur mit 13 Grad nur etwas für Hartgesottene. Die meisten Engländer haben ihre Parzelle im oberen Teil des Campingplatzes und riggen deshalb ihre Segel am Strand jeden Tag erneut auf.

Die beiden Engländer, John und Keith, lassen es sich nicht nehmen und sind bereits vor zehn Uhr auf dem Wasser.



Die Gymnastikstunde ist trotz Kälte gut besucht.

Die Teilnehmer sind voll bei der Sache. Bewegung ist bei diesen Lufttemperaturen Pflicht.
Bis um halb zwölf Uhr warten wir vergeblich auf den Mann von "BrightSky" für die PPPoE-Umstellung. Wir entschliessen uns nun trotzdem Windsurfen zu gehen, denn wir wollen den tollen Nordwestwind nicht einfach vorüberstreichen lassen. Die Temperatur ist mittlerweile auf 16 Grad angestiegen, zudem haben wir ja gute Neoprenanzüge.
Zunächst gehe ich mit dem 4,7 m2 Segel aufs Wasser. Der Wind hat leider vorübergehend nachgelassen, so dass ich auf bald einmal auf das 6.0 m2 Segel wechsle. Anita ist es heute zu kalt zum Surfen. Der Wind bläst wieder auf 5 Bf. Ab und zu legt er sogar auf 6 Bf. zu, so dass ich kurzfristig "überpowert" bin. Für eineinhalb Stunden geniesse ich die tolle Welle, die sich bei dieser Windlage über dem "Mar Menor" aufbaut.
Allmählich lässt der Wind nach, so dass ich nun das 7.0 m2 Segel holen müsste. Ich entschliesse mich, lieber mit Karin und Anita im Strandrestaurant einen feinen Café zu trinken. Es war trotzdem ein weiterer toller Surftag mit relativ konstantem Starkwind. Was will man mehr? Um draussen zu sitzen ist es heute zu windig, da der Wind ja schräg auflandig direkt auf die Strandterrasse bläst.
So nehmen wir halt in der Veranda Platz, obwohl dort viel Raucher/Innen ihr Unwesen treiben und unsere Kleider anschliessend grässlich nach Rauch stinken.
Die "Line Dance Gruppe" ist heute auch wieder fleissig am Üben.

Am Abend nehmen wir an der monatlichen Infoveranstaltungen des "Deutschsprachigen Club des Mares e.V." auf "La Manga" statt. Detlef und Elinor nehmen uns mit ihrem Auto mit. Wir wollen uns über das Veranstaltungs-Programm näher informieren. Vielleicht ist auch etwas für uns dabei. Doch zuerst erleben wir noch einen der wunderschönen Sonnenuntergänge auf "La Manga".

Es ist schon dunkel, als wir auf der Buckelpiste (verkehrsberuhigende Massnahmen :-) nach "La Manga" hineinfahren. Das Klublokal "La Isleta" ist heute Abend nicht so voll wie sonst", sagt uns Elinor. Wir sichern uns einen Vierertisch ganz vorne in der Nähe des Vorstandstisches. Alle Tische sind weihnachtlich geschmückt und mit vier Kerzen versehen. Eine Frau bringt frisch gebackenen Kuchen vorbei. Es werden Programmzettel mit den regelmässigen Veranstaltungen und weitere Termine des Monats verteilt. Der Vorstand verliest das Protokoll der letzten Versammlung. Am Schluss des offiziellen Teils findet noch eine kleine Verlosung statt. Es werden drei Namen der heutigen Teilnehmer der Veranstaltung ausgelost. Wir sind echt überrascht, als Anitas Name aufgerufen wird. Sie hat doch tatsächlich einen Weihnachtssterntopf gewonnen.
Anita hat sich schon lange etwas Blumenschmuck im "Elchi" gewünscht. Die künstlichen Blumen werden bis Weihnachten nun durch den Weihnachtsstern ersetzt. In den bescheidenen Platzverhältnissen unseres Reisemobils scheint der Blumentopf doch etwas übergross zu sein. Wir können uns gegenseitig kaum mehr sehen.
Camping Caravaning La Manga (SP) (Mittwoch, 2.12.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 0 - 3 Bf.
Es war eine kalte Vollmondnacht mit einer neuen Tiefsttemperatur von 9,5 Grad. Auch in unserem Reisemobil messen wir nur noch 11,5 Grad. In die warmen Bettdecken gehüllt, schauen wir aus unserem Alkovenfenster und können zusehen, wie der Mond allmählich am Horizont versinkt und sich die Hochhäuser von "Los Nietos" in der Morgendämmerung rötlich verfärben.
Schon während dem morgendlichen Joggen heizt die aufgehende Sonne kräftig auf. Es ist kaum zu glauben, aber um halb zehn Uhr frühstücken wir gemütlich vor unserem "Elchi" und dies am 2. Dezember.
Die Luft fühlt sich bereits angenehm warm an, weil die Sonne hier offenbar wesentlich mehr Kraft entfaltet, als bei uns zu Hause und die Luft obendrein noch trockener ist. Die Sicht in die Berge ist deshalb ausgesprochen klar. Heute legen wir wieder einmal einen "recovery and recreation day" ein. Anita geniesst den tollen Service einer deutschen Friseuse "Daniela" auf dem Campingplatz, die für wenig Geld die Haare schneidet. Anita ist mit der neuen Frisur sehr zufrieden.
Am Nachmittag gibt es zusammen mit Thermik sogar noch einen passabler Südwind. Doch mit 2 bis 3 Bf. könnten wir nur mit unserem grösstem Material surfen gehen. Dazu haben wir im Moment keine Lust. Der Sonnenuntergang ist einmal mehr bezaubernd schön.
Probleme mit "BrightSky"
Was den Internet-Anschluss betrifft, sind wir ziemlich frustriert, um nicht zu sagen konsterniert. Die Ursache des IP-Problems bei "BrightSky" soll gemäss Aussage von Toni gefunden und behoben worden sein. Bei uns müsste nur noch die IP-Konfiguration auf den WLAN-Router angepasst werden. So warten wir einmal mehr geduldig, bis jemand von "BrightSky" vorbeikommt.
Auch die Mobile-Variante mit dem USB-Stick bei "MasMovil" will einfach nicht funktionieren. Wir haben deswegen schon mehrere Telefonate geführt und den Verbindungsfehler auch noch nicht gefunden. Eine wirklich aufreibende Angelegenheit :-((
Windsurfen am Mar Menor (SP) (Donnerstag, 3.12.2009)
Wetter: leicht bewölkt bis schön / Temp.: 20 Grad / Wind: 5 - 7 Bf.
Über Nacht erleben wir einen richtigen Temperatursprung und messen am frühen Morgen bereits 15,5 Grad Aussentemperatur. Eine Wolkendecke hat die übliche Abkühlung in der Nacht reduziert. Im Laufe des Morgen lösen sich die Wolken wieder auf und machen der Sonne Platz.
Die Internet-Story ist immer noch nicht ausgestanden. Einer der Techniker ist wegen Krankheit ausgefallen. Ob das WLAN heute noch zum Laufen kommt ist zweifelhaft. So bleibt mir nichts anderes übrig, als nach "La Manga" zum Internet-Café "buro 22 informatica" zu fahren und dort unsere dringendsten Geschäfte im Internet zu erledigen (Kostenpunkt Euro 3.00 / h).
Aber der Tag ist noch nicht vorbei. Als ich von "La Manga" zum Campingplatz zurück fahre, ist das ganze "Mar Menor" bereits von Schaumkronen übersät. "Windguru" und "Windfinder" haben lediglich max. 18 Knoten vorhergesagt. Wie es scheint, wird es heute wesentlich stärkeren Wind geben. Nach einer kurzen Stärkung satteln wir uns kleines Surfmaterial und fahren mit unserem Surfwägelchen an den Strand. Erstaunlicherweise sind wir heute die Ersten.
Zunächst gehen wir mit dem 6.0 m2 bzw. 5,4 m2 Segeln aufs Wasser.

Doch schon nach ein paar Schlägen müssen wir auf die nächst kleineren wechseln (5,4 m2 bzw. 4,7 m2). Wir können es kaum glauben.

Nach einer halben Stunde sind auch diese Segel zu gross. Der Wind hat auf über 6 Bf. aufgefrischt. Anita bleibt bei diesem Starkwind vorübergehend am Ufer. Mit dem 4,7 m2 Segel und dem kleinen Naish-Board (85 Liter) läuft es super.
Wir surfen fast vier Stunden lang und der Wind ist noch lange nicht zu Ende. Allerdings wird er allmählich unbeständiger und wir müssen andauernd wieder die Segel wechseln, so dass wir gegen vier Uhr die Segel streichen und zusammenpacken.

Wir sind mit dem heutigen Tag vollauf zufrieden. Es riesigen Spass gemacht.
Am Abend treffen wir uns mit Rosi und Hubert beim Italiener "Luigi's" auf dem Gelände des "Golf Clubs La Manga". Das Lokal ist im Strassenwirrwarr nicht leicht zu finden. Wir parken das Auto und gehen zu Fuss auf Restaurantsuche. Wir haben scheinbar die falsche Strasse erwischt und finden das gemütliche Lokal erst nach ausgedehntem Suchen.
Diese Pizza haben wir uns heute in doppeltem Sinne redlich verdient :-)
Camping Caravaning La Manga (SP) (Freitag, 4.12.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 20 Grad / Wind: 0 - 3 Bf.
Es ist ein wunderschöner Tag. Die "BrightSky"-Leute befinden sich auf dem Dach des Toilettengebäudes und versuchen den Fehler auf ihrem WLAN-Netzwerk zu beheben.
Verständlicherweise schauen viele Gäste des Campingplatzes interessiert zu, denn die Stimmung bezüglich "BrightSky" ist mittlerweile auf dem Nullpunkt angelangt. In den vergangenen zwei Monaten hatten wir an insgesamt 22 Tagen auf dem "BrightSky"-Netzwerk praktisch keinen Internet-Zugriff. Seit nunmehr fünf Tagen in Folge ist überhaupt kein Internet-Zugriff mehr möglich, für viele ein nicht mehr tragbarer Zustand. So haben sich inzwischen manche nach Alternativen bei den Mobile-Anbietern, wie "Vodafone", "Orange" und "MasMovil", umgesehen.
"Henk", ein Leid geplagter Holländer auf dem Campingplatz hat "BrightSky" ein selbst geschriebenes Märchen zukommen lassen (selbstverständlich in Englisch):
Want to tell you a story:
Once upon a time there was a man, let’s call him Mr. Brightsky.
Mr. Brightsky phoned the bottleshop and ordered 150 bottles of beer, one for every day for the next 5 month. He asked the man from the bottleshop (let’s call him Mr. Tesco) to bring him 30 bottles every 1st. of month, so that happened. At the first delivery Mr. Brightsky had to pay Euro 150,00 and he was so happy with his first 30 bottles that he gave the deliverer Euro 160,00.
When the man was gone, Mr. Brightsky opened the first bottle full of expectation, after his second sip the bottle was allready empty......
The second day Mr. Brightsky opened his second bottle and the taste of the beer was awful, probably there was a little beer in it mixed up with water; the third bottle was ok, but both the fourth and fifth day he had an empty bottle, there was not even a drip of beer in it, and the sixth day he got only water in his bottle!
When he went to the bottleshop and told Mr. Tesco what was wrong, Mr. Tesco told him it was the mistake of the brewery: sometime there is to much water, sometime there is to less water, sometime there is no water at all and you can believe it or not, sometime they do beer in the bottle.
So Mr. Brightsky said to Mr. Tesco: “Please, give me back my money and I give you back the 20 bottles I got left”....... “No, that is impossible!” Mr. Tesco said, “we never give the money back”.
At the end of the month Mr. Brightsky found out he had 6 empty bottles,
12 almost empty bottles, 9 bottles of beer mixed up with a lot of water and only 3 bottles with beer. From the first 3 bottles he got for the new month, the first was half full with beer, the second mixed up with a lot of water and the third was empty again!
Mr. Brightsky did not feel well, and asked some other people what to do and they all told him: this is theft, you have to go to the police, take a lawyer or at least tell the mayor of the village where you live about this...
What do YOU think Mr. Brightsky has to do against this robbery of Mr. Tesco???
Leider ist diese "BrightSky Story" seit zwei Monaten erschreckende Wirklichkeit und bei der Alternative "MasMovil" gibt es zurzeit ebenfall keine Erfolgsmeldung. David von "MasMovil" kommt am Mittag ebenfalls bei uns vorbei, um das Problem mit dem USB-Stick zu beheben, leider vergeblich. David meint. es müsse an unseren Laptops liegen. Auf Details möchte ich hier an dieser Stelle nicht eingehen.
Und dann um halb vier Uhr geschieht das Unglaubliche: Roberto, der übers ganze Gesicht strahlende Mann von "BrightSky" kommt vorbei und meldet, dass das Problem nun gelöst sei und der WLAN-Zugriff wieder funktionieren sollte.
Gespannt rufen wir den "Firefox" auf (für unwissende Microsoft-User, es handelt sich hier um die bessere Variante des Internet-Explorer), und siehe da, der Internet-Zugriff funktioniert nun einwandfrei. Hipp, hipp, hurra; Gott sei Dank; Hamdulillah, wie der Moslems zu sagen pflegt!!!
Ran ans Internet, es gibt viel zu tun :-) Wir hoffen, dass die Probleme mit "BrightSky" nun endgültig ausgestanden sind und dies nicht nur eine momentane, sondern eine dauerhafte, stabile Phase bleibt :-)
"Major Tom" sowie ein paar weitere Engländer halten heute vergeblich nach Wind Ausschau. Das "Mar Menor" liegt praktisch windstill da und es ist für die nächsten Tage weder von "Windguru", noch von "Windfinder" Starkwind vorhergesagt. Wer den gestrigen Tag nicht genutzt oder verpasst hat, muss sich nun einige Zeit gedulden.
Erst nach vier Uhr entsteht aus Süden der hier typische Thermikwind. Ein paar unersättliche Surfer lassen es sich nicht nehmen und geniessen den kurzatmigen, ablandigen Wind
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Dienstag, 1. Dezember 2009
Aufenthalt in Südspanien XIV (mit Elchi)
Kategorien (Labels):
Internetzugriff,
Spanien
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