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Samstag, 10. April 2010

Wichtige Tipps beim Durchlesen unserer älteren Reisetagebücher

Liebe Leserinnen und Leser unserer Reisetagebücher

Die Beiträge unserer Reisetagebücher werden jeweils chronologisch absteigend angezeigt, d. h. der Neueste zuerst. Diese Sortierart ist für ein aktuelles Reisetagebuch gedacht, wo alle paar Tage ein neuer Beitrag veröffentlicht wird, der dann sinnvollerweise zuoberst erscheint. Für das Durchlesen älterer Reisetagebücher ist diese Sortierart unübersichtlich und mühsam. Wir haben deshalb bei nicht mehr aktuellen Reisetagebüchern die gleichzeitige Anzeige von Beiträgen auf maximal einen begrenzt (gilt nicht für Reisetagebuch 1 + 2).

Wie vorgehen?
Am besten sucht man zunächst den ältesten Beitrag einer gewünschten Reise und klickt anschliessend, wenn man am Ende des Beitrags angelangt ist, auf [neuere Post] bzw. [neuere Beiträge] und arbeitet sich so von der Vergangenheit in die Zukunft vor. Nachfolgend ein paar direkte Links, um auf die Anfangsseite unserer Reisen in diesem Reisetagebuch zu gelangen:

Wer allgemeine Hilfe zur BLOG-Navigation benötigt, findet diese jederzeit unterhalb des Titels des Reisetagebuchs. Den obigen Abschnitt für ältere Reisetagebücher (also nicht das aktuelle Reisetagebuch) sollte man hingegen beachten.

Donnerstag, 1. April 2010

Rückreise in die Schweiz (mit Elchi)

Camping Caravaning La MangaSpätzlewirt (SP)
(Donnerstag, 1.4.2010)

Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 19 Grad

Wir stehen heute etwas früher auf als gewöhnlich, denn wir möchten rechtzeitig beim "Spätzlewirt" in der Nähe von "Vinaros" eintreffen. Um neun Uhr fahren wir durchs Tor des Campingplatzes. Die Autobahn-Auffahrt befindet sich gleich beim Ausgang des Campingplatzes, einfacher geht's nicht. Bei der nächsten Tankstelle füllen wir den Diesel auf, so dass wir bis zu unserer nächsten Destination durchfahren können. Wir nehmen diesmal die A30 nach "Murcia", um wieder mal eine neue Gegend kennenzulernen. Hinter "Murcia" zweigen wir auf die A7 ab. Übrigens, alle Autobahnen, die wir heute fahren, sind Strassen ohne Mautgebühr.

Nach "Elche" biegen wir nach links in die A31 in Richtung "Albacete" ins Landesinnere ein. Hier wechseln sich Hügel und Ebenen ab.

Wie schon beim letzten Mal, kürzen wir via "La Font de la Figuera" das Strassendreieck ab und zweigen anschliessend in die A35 nach "Valencia" ein. Selbst der Schwerverkehr wählt diese kurze zweispurige Strecke. Bei "Valencia" nehmen wir die ebenfalls kostenlose Umfahrungsautobahn und zweigen nachher in die mautfreie Autobahn CV10 ab. Die Landschaft ist abwechslungsreich.

Entlang dieser Strecke zeugen die vielen Burgen von der umkämpften Vergangenheit.


Teilweise thronen sie auf bizarren Bergzügen.

Der Autobahntrennstreifen ist in diesem Abschnitt mit leuchtend gelben Blumen bewachsen.

Die CV10 ist eher schwach befahren. Zeitweise haben wir die Strasse beinahe für uns allein.

Allmählich gelangen wir wieder in die Region, wo sich riesige Orangen- und Mandarinen-Plantagen ausdehnen. Die Bäume wachsen auf kargem steinigem Boden und sind grösstenteils schon abgeerntet.



Um drei Uhr fahren wir auf den Stellplatz vom "Spätzlewirt" und können gerade noch einen Platz mit Stromanschluss ergattern.

Nach den sechs Stunden Fahrt benötigen wir unbedingt (ihr dürft drei Mal raten) einen "Café con leche" ;-)

Auf dem Stellplatz gibt's gratis "WiFi". Unser Reisetagebuch ist schnell nachgeführt ;-) Die Zaunplätze auf dem Stellplatz sind inzwischen vergeben. Es bleiben nur noch mittige Plätze übrig.


Auch das Restaurant ist um halb sieben Uhr bereits gut belegt. Wir finden für uns gerade noch einen Zweiertisch. Für Preisbewusste ist der "Spätzlewirt" mittlerweile kein Geheimtipp mehr. Die Preise bewegen sich etwa auf dem doppelten Niveau vom Restaurant "Caravaning La Manga". Allerdings bezahlt man für den Stellplatz nichts, ausser einer Strompauschale von EUR 4.00 pro Nacht, wenn benutzt.

Spätzlewirt (SP) – Gruissan (F) (Freitag, 2.4.2010)
Wetter: schön / Temp.: 19 Grad

Obwohl der Stellplatz gut belegt ist, bleibt es während der Nacht sehr ruhig, so dass wir gut schlafen. Mein neues "Smart Phone htc HD2" hat wegen abgestürztem "Windows-Mobile V6.5 Professional" leider schon zweimal versagt, so dass wir uns momentan von zwei elektronischen Handy-Weckern gleichzeit wecken lassen ;-) Das "Nokia 6131" ist da absolut zuverlässig, was wir von einem Handy auch erwarten. Zuverlässigkeit und "MS Windows" passen irgendwie einfach nicht zusammen, egal ob es sich um einen Computer oder ein Handy handelt.

Nach dem Frühstück fahren wir erstmal zur Tankstelle, damit wir mit vollem Tank bis zur Grenze fahren können. Weil der Diesel in Spanien billiger ist als in Frankreich, werden wir dann vor der Grenze nochmals volltanken.

Weil wir die beiden Städte "Tarragona" und "Barcelona" umfahren wollen, nehmen wir ab "Vinaros" gleich die mautpflichtige Autobahn A7 / E15. Bis vor "Barcelona" verläuft die Fahrt reibungslos. Dann geraten wir auf der Stadtumfahrung in einen veritablen Stau. Der Hauptgrund dafür dürfte in einem zu klein dimensionierten Autobahnteilstück mit nur zwei Spuren liegen, welche den Osterverkehr nicht verkraften mag.

Der Stau beginnt schon vor einer Mautstelle und setzt sich dahinter fort.

Wir stehen ca. eine Stunde im Stau bevor sich der Verkehrsfluss wieder normalisiert. Eigentlich wollten wir nach der "Barcelona-Umfahrung" bei der Ausfahrt 9 die A7 / E15 verlassen und auf der N11 weiterfahren. Da diese Ausfahrt auch von allen Spaniern benützt werden, welche die "Costa Brava" als Ziel haben, bildet sich auch dort wieder ein namhafter Rückstau. Wir entschliessen uns deshalb, erst bei der nächsten Ausfahrt 8 die Autobahn zu verlassen.

Die N11 ist sehr gut ausgebaut, teilweise sogar als Autobahn oder zumindest mit wechselseitigen Überholstrecken.

Wir geniessen die schönen Landschaftsbilder, die an uns vorüberziehen.

Im Hintergrund kann man gerade noch die tiefverschneiten Berge erkennen.

Wir fahren an einem Atom- und gleich anschliessend an einem gasbetriebenen Wärmekraftwerk vorbei. Auch Spanien kommt nicht ohne diese Energiequellen aus ;-) Immerhin haben wir auf unserer Reise etliche Windfarmen gesehen die mithelfen, den grossen Energiehunger der Touristenstädte entlang der Mittelmeerküste zu stillen.

Allmählich nähern wir uns den Pyrenäen. Die Strasse schlängelt sich elegant durch die enger werdenden Täler.

"Figueres", das letzten spanische Dorf vor der Grenze profitiert vor allem vom LKW-Transitverkehr. Das Angebot an Parkplätzen, Restaurants und Unterkünften ist total darauf ausgerichtet.

Die mautpflichtige Autobahn A7 steigt wesentlich höher hinauf, als die N11, wo wir uns befinden.

Auf den letzten paar hundert Metern vor der Passhöhe durchqueren wir das kleine Strassendorf "La Jonquera", welches vorwiegend von den vielen Läden entlang dieser stark befahrenen Durchgangsstrasse lebt.


Auf der Passhöhe fädeln wir uns durch das alte Zollgebäude hindurch.

Die Runterfahrt verläuft zügig und die Weiterfahrt auf der französichen N9 bis "Perpignon" ebenso. Leider besitzt diese Stadt, ausser der mautpflichtigen Autobahn, keinen weiteren Stadtring, so dass der ganze Verkehr quer durchs Zentrum geleitet wird. Wir stehen wiederum eine halbe Stunde im Stau.

Der Rest der Strecke bis nach "Gruisson", unserem Etappenziel, können wir wieder normal befahren.

Der Stellplatz von "Gruissan" ist riesengross. Trotzdem ist er gut belegt, weil viele Franzosen über Ostern hier Urlaub machen.

Wir ergattern noch einen schönen ruhigen Randplatz auf der Seite zum Seglerhafen.


Ein kurzer Spaziergang ins Dorf tut uns nach der langen Fahrt (8 Stunden inkl. Staus) gut.



Zum Abendessen bereitet uns Anita eine feine Tomaten-Spaghetti mit Gemüse zu. Um neun Uhr nach Eindunklung sind wir schon im Bett.

Gruissan (F) – Rolle (CH) (Samstag, 3.4.2010)
Wetter: bewölkt, sonnig, Regen / Temp.: 15 Grad

Wir stehen heute etwas früher auf, als sonst und lassen uns vom Wecker schon um sechs Uhr wecken. Dafür gibt es zwei Gründe: Die dritte Teilstrecke bis "Rolle am Genfersee" (CH) ist mit 570 km die Längste der vier Etappen. Zudem sind die Wettervorhersagen für die zweite Tageshälfte eher schlecht, so dass wir am Morgen möglichst weit vorankommen wollen.

Als wir kurz nach sieben Uhr in "Gruissan" losfahren, ist der Himmel bereits Wolken verhangen. Die Fahrt auf der mautpflichtigen A7 verläuft problemlos. Bei "Orange" macht die Autobahn einen Bogen in Richtung Norden. Der Verkehr, vor allem in Richtung Süden, nimmt immer mehr zu. Auf unserer Seite geht's weniger eng zu und her.

Diese Motorradgruppe hat sich ihren Osterausflug bestimmt etwas schöner und auch wärmer vorgestellt. Die Temperaturen erreichen heute maximal 15 Grad.

Ohne Sonnenschein wirkt die Landschaft eher farblos und flau.

Selbst die blühenden Kirschbäume können ihre Farbenpracht nicht so richtig entfalten.

Einziger Engpass auf unserer Etappe ist die Stadtumfahrung "Grenoble", jedoch einen richtigen Stau gibt's auch dort nicht. Die Autobahn windet sich nach "Grenoble" teilweise steil dem Berghang entlang.

Kurz vor Genf nehmen wir diesmal das im Jahr 2008 fertiggestellte Autobahnteilstück A41.

Die nach modernsten Gesichtspunkten ausgebaute Strasse führt durch mehrere Tunnels und mündet schliesslich direkt in den Genfer-Autobahnring.

Die Aussicht auf die Stadt Genf mit dem See wäre bei schönen Wetter bestimmt phantastisch. Heute wirkt sie etwas farblos.

Nach dem Schweizer Zoll geht's auf der A1 zügig weiter bis nach "Rolle". Wir hatten heute riesiges Wetterglück. Die ganze Strecke bis in die Schweiz blieb es trocken. Ab und zu drückte sogar die Sonne durch den Wolkendeckel. Erst als wir nach drei Uhr auf den Rastplatz von "La Côte, Aire Lac Bursins" einfahren, beginnt es leicht zu regnen. Wir erhaschen einen Stellplatz gleich neben der Zapfsäule für Wasser und Strom. Wir sind noch früh dran und machen es uns erstmal gemütlich. Abendessen gibt es heute sowieso im Restaurant des "Coop Marché" auf dem Rastplatz.



RolleSt. Gallen (CH) (Sonntag, 4.4.2010)
Wetter: bewölkt bis sonnig / Temp.: 12 Grad

Die ganze Nacht hindurch regnet es immer wieder. Erst am Morgen hört der Regen auf und die Sonne blickt bereits wieder zwischen Wolkenlöchern hindurch. Die französischen Alpen hinter dem Genfersee sind mit Neuschnee überzogen. Das Thermometer zeigt gerade mal 4 Grad an.

Auch die nahen Jurahöhen sind weiss gezuckert.

Nach dem " Petit déjeuner" im Restaurant des "Coop Marché" und einem kurzen Tankstop nehmen wir die letzte Reiseetappe unter die Räder. Auf der Fahrt durchs Schweizer Mittelland wird es zunehmend sonniger. Trotzdem erreichen wir heute wegen der durchziehenden Kaltfront nur die 12 Gradmarke und dazu weht ein bissiger Wind aus Südwest. Wenigstens haben wir auf der ganzen Fahrt Rückenwind und können so viel Diesel sparen. Der Frühling meldet sich hier auf der Alpennordseite zaghaft mit den ersten Blumen an geschützten Stellen.


Als wir in der Ostschweiz ankommen, empfängt uns das Alpsteingebirge mit dem "Säntis", unserem 2502 m hohen Hausberg, ebenfalls in weisser Bekleidung.


Der imposante Berg begrüsst uns, wie meistens, mit einen Wolkenhut.

Wir fühlen uns gleich wieder zuhause :-)

Nach den tadellosen Autobahnen in Spanien und Frankreich sind wir von den Schweizerischen Holperpisten enttäuscht. Insbesondere die A1 zwischen Bern und Zürich, welche eine der wichtigsten Autobahnteilstücke der Schweiz darstellt, spottet jeder Beschreibung. Die alten Betonplatten sind derart holperig, dass man sich auf eine "Gravel Road" in Australien versetzt fühlt. Die Schweiz fungiert in Europa, was Autobahnen anbelangt, mittlerweile in den hinteren Rängen. Nur Italien unterbietet die Autobahnqualität erfahrungsgemäss noch. Ein bedauerlicher Zustand, der einer modernen Schweiz unwürdig ist. Wem haben wir diesen lausigen Zustand der Autobahnen wohl zu verdanken?

Wir haben die ca. 1800 km von "La Manga" zurück in die Schweiz in vier Etappen mit drei Übernachtungen eingeteilt. Zweifellos könnte man es auch in der halben Zeit schaffen. Es soll sogar Spanierurlauber geben, die diese Entfernung in einer einzigen Mammut -Etappe bewältigen, allerdings nur mit abwechselnden Fahrern. Seit dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben haben wir uns jedoch in kurzer Zeit an dieses gemütliche Reisetempo gewöhnt und ersparen uns dadurch viel Reisestress und nebenbei auch Treibstoff :-) Darüber hinaus nehmen wir viel mehr von der Landschaft wahr, die wir durchreisen und können die Reise ausgiebig geniessen. "Das Glück ist schliesslich ein Weg und nicht ein Ziel!"

Damit endet unser Reisebericht "Aufenthalt in Südspanien". Wir hatten eine tolle Zeit auf "Caravaning La Manga" am "Mar Menor". Das Wetter mit dem milden Klima in diesem Teil Spaniens hat unsere Erwartungen voll erfüllt; lediglich mit dem Surfwind waren wir nicht ganz zufrieden. Etwas mehr Starkwindtage hatten wir schon erwartet. Unsere Fortschritte beim Windsurfen halten sich denn auch in Grenzen :-)

Andererseits haben wir viel Schönes und Interessantes erlebt. Vor allem aber haben wir auf dem Campingplatz viele nette und liebenswürdige Menschen kennen gelernt, die unsere Hobbies und sportlichen Aktivitäten teilen. Wir freuen uns jedenfalls bereits wieder auf "La Manga", wo wir auch den nächsten Winter verbringen werden.

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Schweiz werden wir uns wieder in Richtung Süden orientieren. Bei uns zuhause ist es immer noch relativ kalt. Da wir eher Wärme und Sonnenschein vorziehen, ist unser nächstes Ziel der "Gargano" in Süditalien. Falls Du Dich weiterhin über unsere Reisetätigkeiten informieren willst, lies doch bitte weiter in unserem "Reisetagebuch 5 (Europa-Reisen 2010)".

Wir danken an dieser Stelle allen Leserinnen und Lesern unseres Reisetagebuchs für ihr Interesse und ihre Treue. Wir haben eine kleine Dia-Show unseres Aufenthalts in Südspanien erstellt. Einige kennen das Video bestimmt schon ;-) Wenn Du mal reinschauen willst?

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Hasta luego... / Bis bald...

Anita und Heinz
(the travelling webmasters)


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