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Samstag, 27. März 2010

Aufenthalt in Südspanien XXXIV (mit Elchi)

Windsurfen am Mar Menor (SP) (Samstag, 27.3.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 22 Grad / Wind: 3 - 4 Bf.

Der Frühling auf "La Manga" hat sich eingependelt. Die Schönwetterlage hat sich stabilisiert, und die Temperaturen für die nächsten Tage liegen über 20 Grad. Leider steht schon bald unsere Abreise bevor. Wir beginnen heute mit den umfangreichen Packarbeiten und räumen als erstes unsere beiden kleinsten Segel zusammen. Die Windprognosen für die nächsten fünf Tage sagen maximal 5 Bf. voraus.

Wir nutzen den schönen Tag und fahren mit unseren Fahrrädern wieder mal nach "La Manga" hinaus, obwohl die Spanier ab diesem Wochenende Osterferien haben und der Verkehr massiv zugenommen hat. Seit ein paar Jahren haben gibt es nahezu auf der ganzen Länge der Halbinsel von der Strasse abgegrenzte Fahrradwege, so dass wir unseren Trip gefahrlos wagen können. "Volker" schliesst sich uns an.

Bei unserem bevorzugten Café/Restaurant "Paquebote" machen wir Rast und geniessen den feinen "Café con leche".

Wir lassen unsere Blicke übers "Mar Menor" schweifen und können in der Ferne am gegenüberliegenden Ufer Dank "Volkers" Mithilfe gerade noch den "Campinglatz Mar Menor" ausmachen. "Volker" war schon ein paar Mal dort und kennt die Umgebung mit den markanten Häusern sehr gut.

(Zur Vergrösserung bitte Foto anklicken)

Man spürt, dass die Osterferienzeit begonnen hat. Die Spanier sind schon eifrig am Sonnenbaden.

Die prachtvollen Mimosenbäume ziehen unsere Blicke immer wieder auf sich. Sie stehen jetzt in voller Blüte.



Bei unserer Rückfahrt haben wir bereits gegen den Wind aus Süden anzukämpfen. Dieser hat um die Mittagszeit von Nord auf Süd gedreht. Ein etwas stärkerer Westwind hat dieses Motorboot an den Strand von "La Manga" antreiben und stranden lassen.

Den Sandstrand unseres Campingplatzes haben die Spanier mittlerweile voll in Beschlag genommen. Mal sehen, ob für unsere Surfausrüstungen noch Platz übrig bleibt.


Vor dem Windsurfen müssen wir noch etwas Essbares zu uns nehmen, ansonsten ist die Hungerrast vorprogrammiert :-) In der ersten Stunde haben wir mit dem 7.0 bzw. 6.0 m2 noch etwas knappen Wind. Doch dann geht die Post ab und wir düsen für 1 ½ Stunden mit 4 Bf. durch die "Piraten Bay".

Glücklicherweise erst am Ende des tollen Tages bricht mir dann noch der Trapezhacken ab. Das Trapez hat immerhin 15 Jahre zuverlässig seinen Dienst getan :-)

Camping Caravaning La Manga (SP) (Sonntag, 28.3.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 - 2 Bf.

Der Tag X rückt wieder ein wenig näher. Schritt für Schritt bauen wir unsere Windschutz-Planen ab. Gegen Mittag (inzwischen haben wir ja Sommerzeit, so dass es gemäss Sonnenstand noch eine Stunde früher ist) fahren wir mit unseren Velos zum Sonntagsmarkt nach "Cabo de Palos". Auch hier merkt man sofort an den erhöhten Preisen, dass in Spanien Ferienzeit herrscht. Anstatt EUR 5.00 kosten die gleichen Shirts nun EUR 7.00, also beinahe 1 ½ Mal so viel, wie noch vor einer Woche! Übrigens, auch die Preise auf unserem Campingplatz sind um das Vielfache angestiegen (mit Fairness hat dies wenig zu tun, lediglich um Angebot und Nachfrage, und der Patron muss ja schliesslich seinen teuren BMW finanzieren).

Auf dem Markt treffen wir zufälligerweise noch auf unsere Campingnachbarn "Ellinor" und "Detlef".

Auf unserem Heimweg entlang des Ufers beherrschen die blühenden Mimosenbäume das Landschaftsbild.


Zum Windsurfen kommen wir heute für einmal nicht. Dazu ist der momentane herrschende Ostwind zu schwach. Aber Morgen soll es wieder Starkwind geben :-)

Windsurfen am Mar Menor (SP) (Montag, 29.3.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 20 Grad / Wind: 3 - 7 Bf.

Leichter Bodennebel liegt heute Morgen über dem Campingplatz. Man kann von unserem Platz aus nicht mal das "Mar Menor" erkennen.


Ein ungewohntes Bild bietet sich uns auch auf der Terrasse des Restaurants bei unseren "Tai Qi-Übungen". Die Boote verschwinden teilweise im Nebel.


Doch schon bald löst die aufgehende Sonne den Nebel auf.

Einkaufen gehen, Honda-Roller und "Elchi" abwaschen, Grill und Planen säubern und zusammenpacken, der Morgen vergeht wie im Fluge.

Am Nachmittag erwarten wir Surfwind. Als wir um ein Uhr zum Strand hinuntergehen, haben sich schon einige versammelt um den Stand der Dinge auszukundschaften.

"Regatta-Claus" spielt heute den "guinea pig". Noch erreicht der Wind nicht die vorhergesagten 4 bis 5 Bf.



Um halb zwei Uhr wagen auch wir uns mit unseren 6.0 bzw. 5.4 m2 Segeln aufs Wasser. Doch der Wind will vorerst einfach nicht so richtig in Fahrt kommen. Wir eiern mindestens eine Stunde durch die Bucht und versuchen verzweifelt ins Gleiten zu kommen. Etwas enttäuscht kehren wir ans Ufer zurück. War das jetzt schon alles?

Doch dann um ca. drei Uhr, wir können es kaum glauben, nimmt der Wind einen neuen Anlauf und dann geht's richtig zur Sache. Zunächst kann ich mein 6.0 m2 Segel noch bändigen. Anita gibt nach einer halben Stunde auf. Ihr ist der Wind mittlerweile zu stark geworden. Auch andere Surfer gehen für einen Segelwechsel ans Ufer zurück. Wir sind zurzeit nur noch etwa 5 Surfer und haben die ganze Bucht für uns alleine.

Um fünf Uhr (Sommerzeit) legt der Wind dann nochmals einen Zahn zu. Mit 6 bis 7 Bf. peitscht der Südwestwind nun über die "Piraten Bay".

Auch ich habe inzwischen auf das 5.4 m2 Segel den kleinen "95 Liter Mistral Flow" gewechselt. Jetzt geht die Post ab. Für eine Stunde fliegen wir förmlich übers Wasser. Dann lässt der Wind allmählich etwas nach und wird löchriger. Die meisten haben genug und kehren ans Ufer zurück. Für uns war es voraussichtlich der letzte Windsurftag am "Mar Menor", denn für Morgen ist bis zum Mittag nur noch abflauender Wind vorhergesagt (4 bis 2 Bf.).

Der heutige Tag ist ein würdiger Abschluss unseres Aufenthalts in Südspanien. Doch bereits in 6 Monaten werden wir wieder hier sein und den Windtagen nachjagen :-)

Windsurfen am Mar Menor (SP) (Dienstag, 30.3.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 22 Grad / Wind: 3 - 5 Bf.

Mit einem wunderschönen Sonnenaufgang beginnt unser zweitletzter Tag am "Mar Menor" und auch das Wetter zeigt sich von seiner schönsten Seite.

Leider können wir das Prachtswetter nicht gebührend geniessen, denn es wartet heute eine Menge Arbeit auf uns. Den Morgen widmen wir wieder unseren Packarbeiten. Heute riggen wir alle Segel ab und verstauen unsere gesamte Windsurfausrüstung im "Elchi". Mit etwas Wehmut rigge ich mein grosses Lieblingssegel, das "Neil Pryde V8 Street Racer", zum letzten Mal ab. Es ist mittlerweile neun Jahre alt und die Folie von der UV-Strahlung derart brüchig geworden, dass ich das Segel schon dutzende Male mit Klebefolie flicken musste.

Auch das Küchenzelt mit Inhalt verschwindet im grossen Stauraum. Unsere Parzelle schaut gegen Mittag schon ziemlich leer aus.

Die Sonne brennt heute derart heiss vom strahlend blauen Himmel, dass wir für den kurzen Lunch bereits ein schattiges Plätzchen aufsuchen müssen.

Dave trommelt ein paar Leute zusammen um das Segelschiff eines spanischen Nachbarn wieder flott zu kriegen. Es hatte sich bei einem der Starkwindtage losgerissen und ist gestrandet. Der Wasserstand ist zurzeit besonders tief.

Mit vereinten Kräften kriegen wir den Kahn wieder flott.



Dann wird das Boot wieder an seinen rechtmässigen Platz festgemacht.

Zur Belohnung erhält jeder Helfer vom Besitzer einen Pack Orangen :-) Am Nachmittag genehmigen wir uns auf der Strandterrasse einen "Café con leche". Es hat bereits Surfwind und einige sind mit den grossen Segeln schon im Gleiten.

Auch "Karin" ist mit ihrem inzwischen gut getrimmten 7.0 m2 Segel unterwegs.

"Karin" und "Regatta-Claus" liefern sich ein kleines Rennen. Der Ausgang ist auf diesem Foto noch ungewiss ;-)

Währenddessen die englische Armada die "Piraten Bay" bereits in Beschlag genommen hat, beobachtet die deutsche Armada noch seelenruhig die Windlage.



Auch wir sitzen für einmal gemütlich zusammen mit Edith und Heinz auf der Terrasse und trinken entspannt unseren "Café con leche" :-)

Der Wind aus Süden erreicht immerhin 3 bis 5 Bf.



Ein wenig neidisch sind wir schon, dass wir heute nicht mehr unter den Surfenden sind. Meine persönliche Herausforderung, "Paul" der edle Windsurfer aus "Old England", riggt eben sein englisches Tushingham-Segel auf. "Paul" ist immer sehr schnell unterwegs und fährt wunderschöne Halsen.

Heute Abend fahren wir mit "Ellinor" und "Detlef" nach "Los Belones". Das Restaurant "Campo Verde" ist riesengross, aber geschmackvoll eingerichtet.


Das Essen schmeckt ausgezeichnet und ist vergleichsweise preiswert.

Auch mit der Bedienung sind wir sehr zufrieden. Wir werden bestimmt nicht zum letzten Mal hier gewesen sein. Als krönender Abschluss des schönen Abends begrüsst uns der am Horizont aufgehende Vollmond :-)


Camping Caravaning La Manga (SP) (Mittwoch, 31.3.2010)
Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 - 2 Bf.

Am heutigen Tag gilt es noch den Rest unserer inzwischen umfangreichen Campingausrüstung aufzuladen. Dazu gehören unter anderem unsere Fahrräder, das Surfwägelchen und unseren Honda-Scooter. Die Heckgarage ist gerangelt voll.

Zudem müssen die ganzen Gegenstände im Wagen reisefest verstaut und befestigt werden, damit während der Fahrt nichts herumfliegen kann.

Am Nachmittag nehmen wir uns etwas Zeit um zum letzten Mal auf der Terrasse des Strandrestaurants den "Café con leche" zu geniessen.

Am späteren Nachmittag ist unser "Elchi" dann endlich abreisebereit.

Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben gerade noch Zeit um an der Rezeption die Campingrechnung zu begleichen und für eine kleine Abschiedsrunde auf dem Campingplatz. Mittlerweile haben wir hier auf dem "Caravaning La Manga" doch einen beachtlichen Bekanntenkreis, den es zu verabschieden gilt. Die meisten von ihnen werden wir nächsten Herbst hoffentlich gesund und munter wiedersehen :-)

Zum Abendessen sind wir im Strandrestaurant mit Annette, Winfried, Waldtraud und Jürgen verabredet. Es ist ein gemütlicher Abschiedsabend.

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