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Samstag, 6. Februar 2010

Aufenthalt in Südspanien XXVI (mit Elchi)

Camping Caravaning La Manga (SP) (Samstag, 6.2.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 - 3 Bf.

Ein wolkenloser, gestochen klarer Tag liegt vor uns. Die Sonne brennt ungebremst vom dunkelblauen Himmel. Morgens fühlen sich die 19 Grad Lufttemperatur wegen des fehlenden Windes noch warm an, so dass sich ein paar junge Spanier übermütig in die Badehose stürzen und sich im "Mar Menor" vergnügen.

Auch ich geniesse die vorsommerliche Wärme.

Am Nachmittag gibt's dann aber doch noch leichten Wind mit knappen 3 Bf. aus südlicher Richtung. Ein paar wenige Surfer zieht es aufs Wasser.


"Major Tom" und ein paar weitere Optimisten versuchen die wenigen Windböen mit ihren übergrossen Segeln einzufangen, um ins Gleiten zu kommen, was ihnen auch ab und zu gelingt.


Auch Willi mit seinem 10 m2 Segel und Monsterfinne begibt sich aufs Wasser.

Doch das Vergnügen ist nur von kurzer Dauer. Schon bald ist Stehsurfen angesagt. Heute habe ich wirklich nichts versäumt.

Camping Caravaning La Manga (SP) (Sonntag, 7.2.2010)
Wetter: schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 - 2 Bf.

Wie gewöhnlich, mache ich am Morgen dem Strand entlang meine Joggin-Runde. Heute begegne ich kaum einem Menschen. Die Meisten scheinen am Sonntag tüchtig auszuschlafen. Ein paar hohe Schleierwolken kündigen die nächste Störungszone an, die für Montag vorausgesagt ist.

Ich nutze den schönen Tag und radle am Nachmittag auf die "La Manga Halbinsel" hinaus. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken und wenn es nur ein paar stilvolle Appartementhäuser sind ;-)

Für den obligaten Café berücksichtige ich diesmal das ca. 12,5 km entfernte Restaurant "Area La Manga Playa". Es liegt direkt am "Mar Menor" etwa in der Mitte einer der langgezogenen Sandbuchten, welche von Palmen und Kakteen gesäumt sind.


Ich geniesse die schöne Aussicht aufs "Mar Menor" für einmal ganz alleine, d. h. ohne meine Frau Anita ;-) Am heutigen Sonntag sind jedoch genügend Spanier unterwegs, und da jetzt gerade Essenszeit ist, hat der Kellner alle Hände voll zu tun.


Der Bewölkung nimmt allmählich zu und die Sonne verschwindet hinter einem milchigen Schleier, so dass ich beschliesse, die Rückfahrt anzutreten. Am Campingplatzstrand stehen entgeistert ein paar wenige Surfer, die vergeblich nach Wind Ausschau halten. Heute helfen auch die 10 m2 Segel nicht weiter ;-) Da aber für die nächsten drei Tage von "Windguru" und "Windfinder" guter Surfwind vorhergesagt wird, ist dies nicht weiter schlimm.

Camping Caravaning La Manga (SP) (Montag, 8.2.2010)
Wetter: bedeckt bis schön / Temp.: 16 Grad / Wind: 1 - 3 Bf.

Der Himmel ist wolkenverhangen. Gemäss Wetterprognosen könnte es heute sogar leicht regnen. Ein flauer, unlustiger Tag, wie er im Buche steht. Machen wir das Beste daraus :-)

An Pendenzen mangelt es mir wahrhaftig nicht: Das Backup-Programm auf dem Notebook von Karin sollte noch eingerichtet und optimiert und ein paar Kleinigkeit im Supermarkt besorgt werden. Ein ganze Reihe von interessanten Büchern warten darauf, gelesen zu werden. Mein Vorhaben, die spanische Sprache wenigstens soweit zu lernen, um mich verständigen zu können, schiebe ich seit langem immer wieder vor mir her und mein Notebook wartet auch darauf, gepflegt zu werden. Da gilt es EMails zu lesen und zu beantworten, unsere Homepage zu pflegen und insbesondere unser Reisetagebuch zu aktualisieren, die einschlägigen Internet-Foren nach Neuigkeiten zu durchstöbern, die Viren- und Windows-Updates sowie die regelmässigen Backups durchzuführen, usw. Und dann wären da noch ein paar wichtige telefonische Gespräche zu führen und SMS zu beantworten.

Stress lass nach – also lassen wir es in Ruhe angehen und beginnen wir mit dem Buch "Das Café am Rande der Welt", über den Sinn des Lebens, welches ich gerade am Lesen bin. Vielleicht erhalte ich auf diese Weise eine tiefere Erkenntnis, wie ich meine Pendenzen besser bewältigen und in den Griff bekommen kann ;-) Aber keine Sorge, ich schaff das schon. Rentner haben zwar einen vollen Terminplan, aber niemand schreibt ihnen vor, bis wann und wie sie dieses und jenes erledigt haben müssen, ein kleiner, aber entscheidender Unterschied zum Berufsleben ;-)

Ich habe mich eben eingelesen, als unsere Murcia-Fahne nervös zu flattern beginnt. Ein Blick nach draussen bestätigt meine Vorahnung, es baut sich ein Wind aus südwestlicher Richtung auf. Ich hätte nicht gedacht, dass "Windguru" und "Windfinder" heute recht behalten würden, denn es war kaum eine Wolkenbewegung festzustellen. Sie haben ab Mittag zunehmenden Wind vorhergesagt. Nun denn, wenn es sein soll, da gilt es wieder einmal Prioritäten zu setzen. Vorsichtshalber nehme ich am Strand zunächst einen Augenschein, damit ich auch die richtigen Segel und Bretter nach vorne schleppe. "Derek" ist bereits auf dem Wasser im Gleiten.


Andere stehen noch wartend am Ufer. Kurzentschlossen hole ich mein grosses 7.0 m2 Segel und das 130 Liter Lorch-Brett. Als ich am Ufer eintreffe, steigt "Derek" bereits aus dem Wasser. Der Wind hat scheinbar nachgelassen. Zusammen mit Klaus, Winfried und Harry wassere ich mein Brett. Das Vergnügen, wenn überhaupt von einem solchen gesprochen werden kann, ist nur von kurzer Dauer. Einziger Trost: Der Himmel reisst auf und macht nachmittäglichem Sonnenschein Platz und morgen soll den ganzen Tag über ein Wind mit 4 Bf. aus Westen blasen. Das tönt doch vielversprechend.


Unter dem Motto: Man gönnt sich ja sonst nichts, nehme ich heute das Abendessen im Campingrestaurant ein ;-)

Um fünf Uhr gibt's dann auf dem ganzen Campingplatz Stromausfall und der dauert, wie hier in Spanien üblich, nicht Minuten, sondern Stunden. Glücklicherweise verfügt das Restaurant über ein eigenes Stromaggregat. Auch wenn das Licht ab und zu flackert, das indische Mahl, welches ich bestellt habe, wird heiss serviert und schmeckt vorzüglich :-) Erst um acht Uhr gehen alle Lichter auf dem Campingplatz wieder an. Vor allem Wohnwagenbesitzer, welche nicht über eine so grosszügige Batterie-Bestückung verfügen, wie die Reisemobile, atmen jetzt bestimmt auf. Der Fernsehabend ist gerettet ;-)

Windsurfen auf dem Mar Menor (SP) (Dienstag, 9.2.2010)
Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 18 Grad / Wind: 4 - 5 Bf.

Es ist ein wunderbarer Morgen und sie üben wieder. Die Gymnastik-Gruppe gibt sich alle Mühe die Übungen der fitten Leiterin nachzumachen.


Die meisten Teilnehmer sind Rentner und eher im gesetzteren Alter. Da lässt die Gelenkigkeit doch merklich nach. Indessen, das Mitmachen zählt, denn wer rastet, der rostet.


Die beiden Engländer "Tom" und "Paul" nehmen, wie ich, am Strand den ersten Augenschein. Der Wind nimmt zu und weht bereits mit 3 Bf. aus Westen.


Es ist elf Uhr, als ich mein Surfwägelchen an den Strand runter stosse. Mit dem 7.0 m2 Segel bin ich bereits überpowert. Ich wechsle auf das 6.0 m2 Segel und den 105 Liter Lorch. Das passt genau.


Ein gleichmässiger Wind aus Nordwest weht übers "Mar Menor" und beschert uns drei Stunden Spass pur.


Leider ziehen am Nachmittag zunehmend Wolken auf und machen den Wind instabil. Um drei Uhr entschliesse ich mich fürs Aufhören. Wie sich später herausstellt, ein wenig zu früh, denn um halb vier Uhr reisst der Himmel wieder auf und der Wind weht wieder konstant mit 5 Bf. Dies gibt mir die Möglichkeit ein paar tolle Fotos von den zurückgebliebenen Surfern zu schiessen :-)



"Su", die zierliche Engländerin aus "Cornwall" kommt gewöhnlich erst am späten Nachmittag aufs Wasser. Diesmal hat sie Glück mit dem Wind.

Heute verbringe ich den letzten Abend ohne Anita :-) Ich versuche mich an "Cilli con Carne" mit Reis. Eine Büchse davon lagert noch bei unseren Vorräten. Der Reis ist rasch zubereitet: Ein bisschen Bouillon und den Reis 15 Minuten darin kochen lassen. Auch die Cilli-Büchse macht keine Schwierigkeiten. Unser elektrischer "Hightech-Büchsenöffner" schafft es, ohne Kraftanstrengung meinerseits, den Deckel vom Rest zu trennen. Eine tolle Sache! Den Inhalt in eine Pfanne geben und ein paar Minuten aufwärmen und schon steht mein Abendmahl bereit.

Ein kleiner Kunstfehler passiert mir dann doch noch: Die Büchse enthält nur eine reine Chili-Sauce mit Zwiebeln und roten Bohnen; von "Carne" ist nichts zu sehen. Ich hätte die Inhaltangabe besser vorab lesen sollen – dann gibt's eben vegetarisches "Chili con Pane", schmeckt schliesslich auch nicht schlecht :-)

Camping Caravaning La Manga (SP) (Mittwoch, 10.2.2010)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 15 Grad / Wind: 4 - 1 Bf.

Die 8 Grad am frühen Morgen wären nicht so kalt, wenn da nicht dieser Wind mit 4 Bf. aus Nordwesten wehen würde. Dies ergibt einen Windchill von lediglich - 1 Grad. Dessen ungeachtet raffe ich mich auf und jogge dem Ufer entlang in Richtung "La Manga". Auf dem Rückweg habe ich Gegenwind und komme kaum noch vorwärts. Das muss wohl am Vordach meine Mütze liegen, die ich heute ausnahmsweise trage ;-)

Der Wind soll am Nachmittag abnehmen. Wer also noch surfen möchte, sollte dies am Vormittag tun. Um zehn Uhr nehme ich am Strand einen Augenschein und schaue, ob sich da schon ein paar Verrückte auf dem Wasser tummeln. Zu meinem Erstaunen hat der Wind schon abgenommen und erreicht höchstens noch 1 bis 2 Bf.


Heute Nachmittag findet im "El Mirador-Lokal" des Strandrestaurants wieder einmal ein Heimwerker Bazar statt. In diesem Veranstaltungsraum bieten vor allem Frauen ihre Kunstwerke an, die sie an den langen Winterabenden gefertigt haben. Dieser Anlass zieht jeweils unheimlich viele Besucher an, denn es gibt hier für ganz wenig Geld wunderschöne Dinge zu kaufen. Auch ich habe mir eine Kleinigkeit gekauft (bleibt geheim, ist für Anita :-)

Am späten Nachmittag hole ich dann mit dem Roller Anita auf dem Flugplatz "San Javier" ab. Leider spielt das Wetter nicht optimal mit. Inzwischen hat sich nämlich ein Wolkendeckel gebildet und die Temperaturen verharren bei ca. 14 Grad, dafür ist wenigstens der Wind eingeschlafen :-) Der Flug aus "Mallorca" landet pünktlich. Anita steuert diesmal direkt den Ausgang an, da sie nur Handgepäck dabei hat.

Zum Kochen haben wir heute Abend keine Lust. So nehmen wir das Abendessen zusammen mit "Annette" und "Winfried" im Strandrestaurant ein.

Camping Caravaning La Manga (SP) (Donnerstag, 11.2.2010)
Wetter: bewölkt bis sehr schön / Temp.: 13 Grad / Wind: 5 - 6 Bf.

Arschkalt fegt ein kräftiger Wind aus Norden mit 5 bis 6 Bf. übers "Mar Menor". Wir messen um die Mittagszeit lediglich 11 Grad. Es ist alles andere als attraktiv um bei diesen Verhältnissen Surfen zu gehen. Andererseits sind die Windverhältnisse ideal um diesen Sport mit kleinen Segeln und Bretter zu geniessen. Wir nehmen am Strand einen ersten Augenschein. "Franz", "John" und "Derek" sind schon eifrig am Surfen.

Und auch "Harry" mischt sich unter die Aktiven.

Aber der Wind ist kalt, das Wasser auch und unsere Neoprenanzüge zu dünn. Ausserdem fehlt uns ein geeigneter Kopf- und Nackenschutz. Vielleicht sollten wir uns doch noch so etwas zulegen, denn wir verpassen hier ansonsten die schönsten Windtage.

Wir schauen für einmal lieber zu, wie die hartgesottenen Windsurfer ihre Halsen ins Wasser schneiden :-)




Und wir sind beruhigenderweise nicht die Einzigen, die so denken ;-)


Eine internationale Gruppe von Frauen wandert derweil lautstark singend und Sprüche klopfend durch den Campingplatz. Sie feiern heute den "Weiber-Fastnacht". Da werden den Männern die Schlipse abgeschnitten. Hier auf "La Manga" werden sie allerdings kaum fündig werden ;-)



Die haben für ihre Masken und Kostüme viel Aufwand getrieben.


Im Laufe des Nachmittags nimmt der Wind allmählich ab, gut für uns, denn wir sind heute Abend bei "Rosi" und "Hubert" zu Gast, welche auf dem Gelände des "Golfclub La Manga" ihre Behausung haben.

Camping Caravaning La Manga (SP) (Freitag, 12.2.2010)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 11 Grad / Wind: 6 - 2 Bf.

Die Temperaturen sind über Nacht auf nur noch 4 Grad gefallen. Dazu weht ein Wind aus nordwestlicher Richtung mit 6 Bf. übers "Mar Menor", was einem Windchill von nur - 10 Grad ergibt. Es wird heute wohl einer der kältesten Tage werden, seit wir hier sind. Immerhin startet der Tag wolkenlos. Am Nachmittag nähert sich aber dann die nächste Störung und am Samstag soll es sogar regnen; so viel zum Wetter :-)

Den tollen Wind müssen wir auch heute ungenutzt vorüberstreichen lassen. Es ist uns einfach zu frostig. Die Gesundheit geht hier eindeutig vor und Spass macht Windsurfen mit klammen Fingern ohnehin nicht. Wir widmen uns stattdessen dem Einkauf und fahren mit unserem Roller nach "Cabo de Palos". Obwohl es nur 5 km von uns entfernt liegt, heisst es sich warm anziehen.

Man soll die Tage feiern, wie sie fallen. Heute ist "Anita's" grosser Tag. Eingeweihte wissen was damit gemeint ist.

Als wir vom Einkauf zurückkommen, macht sich "Keith" eben zum Surfen bereit. Wenigstens besitzt er einen 5,5 mm dicken Neoprenanzug mit Mütze. Dennoch bleibt er heute der einzige Verrückte, der sich bei dieser Kälte aufs Wasser wagt.


"Franz" misst am Strand immerhin 5 bis 6 Bf. und die Temperatur beträgt gegen Mittag immer noch nur 9 Grad.

Am Nachmittag spazieren wir nach "Playa Honda", um etwas frische Luft zu schnappen. Heute ist nicht viel los. Wir scheinen die Einzigen zu sein mit diesem Vorhaben.

Kakteen sind kälteresistente Pflanzen. Sie stehen zurzeit in voller Blüte.


Zur Feier des Tages gehen wir heute Abend auswärts essen. Ihr wisst schon ;-) Wir haben uns dazu das vorzüglichste Restaurant in der Gegend, das Restaurant "Maribel", ausgesucht.

Hier sind die Speisen nicht nur delikat zubereitet, sie werden auch wunderschön angerichtet serviert.


Die "Crêpe Suzette" als Nachtisch darf nicht fehlen. Sie schmeckt hervorragend und wird, wie immer, direkt vor unseren Augen zubereitet.


Das "Maribel" begeistert uns einmal mehr mit seinem gemütlichen Ambiente, dem freundlichen, aufmerksamen Service und dem generell hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Heinz,
ich habe dir bei Campen.de eine Nachricht geschickt. Es wäre nett, wenn ich eine Antwort bekäme.

Danke Lo


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