In Passau (Sonntag, 23.8.2009)
Wetter: neblig, schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 1 - 2 Bf.
Als wir erwachen zeigt das Thermometer lediglich noch 14 Grad an. Morgennebel verdeckt heute den blauen Himmel. Obwohl wieder sommerliche Temperaturen vorhergesagt sind, liegt bereits ein Hauch von Herbst über der Landschaft.
Als wir um halb Zehn mit unseren Fahrrädern in Richtung Passau losfahren, scheint bereits wieder die Sonne :-) Bei "McDonald's" im ersten Obergeschoss auf der Terrasse genehmigen wir uns erstmal einen Cappuccino.
Heute Sonntagmorgen ist die Stadt ziemlich menschenleer. Die Touristen sind eher Spätaufsteher. Wir geniessen die Ruhe vor dem Sturm und schlendern ein wenig durch die verträumten Gassen der Altstadt.




Die unscheinbare "St. Michaeli Kirche" liegt versteckt hinter dem dominanten Dom.

Aber auch ein Blick über die Donau auf die andere Uferseite ist reizvoll.
In einem gemütlichen Italiener Restaurant gönnen wir uns eine Pizza.
Als Verdauungsspaziergang besteigen wir kurzerhand die "Veste Oberhaus".
Der direkte Weg von der Innenstadt hinauf führt über die "Prinzregent Luipold Brücke", welche ihrerseits einen wunderbaren Blick auf die Altstadt mit der Donau bietet.

Der Aufstieg über diverse steile Treppen und Wege fällt uns nach dem Mittagessen nicht eben leicht.

Doch die Mühe lohnt sich. Die Aussicht auf die Stadt ist traumhaft schön.


Der zentrale Rathausplatz von oben gesehen.
Zu guter Letzt besteigen wir auch noch den Aussichtsturm, welcher sich inmitten der Festung befindet. Ein Euro wird fällig, doch der Rundblick ist fantastisch.

Auf der Gegenseite des Tales erhebt sich die Wallfahrtskirche des Klosters "Mariahilf" mit den augenfälligen überdachten Aufstiegstreppe.
Wir haben für heute genug gesehen und fahren mit leichtem Rückenwind zum Campingplatz zurück. Mit den 22 km Velofahrt haben wir gleichzeitig unser tägliches Fitness-Pensum absolviert ;-)
In Passau (Montag, 24.8.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 26 Grad / Wind: 1 - 2 Bf.
Weil gestern ausser ein paar Touristen-Shops alle Läden geschlossen hatten, entschliessen wir uns, noch einen weiteren Tag in Passau zu blieben und eine Shoppingtour zu unternehmen. Die viel besungene blaue Donau präsentiert sich heute wirklich blau.
Im Stadtzentrum liegen gleich drei moderne Shopping Centers nebeneinander.

Die Einkaufshäuser sind ansprechend und stilvoll gestaltet.
Nach dem Mittagessen fahren wir wieder zurück. Jugendliche nutzen die letzten Sommertage zum Baden in der Donau.
Voll beladen kämpfen wir uns die Steigung zum Campingplatz empor.
Der Nachmittag gilt dem "Dolce far niente" vor unserem Büssli. Der Campingplatz beginnt sich, wie jeden Tag, gegen Abend wieder zu füllen.
Passau - Linz (Dienstag, 25.8.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 1 Bf.
Heute verlassen wir Passau und fahren weiter der Donau entlang bis nach Linz, der Hauptstadt Niederösterreichs. Der ausgewählte Campingplatz "Linz am Pichlingersee" liegt südöstlich der Stadt.
Die Fahrt durch die liebliche Landschaft Niederösterreichs ist wunderschön. Die Donau schlängelt sich zwischen bewaldeten Hügeln hindurch. Die Strasse folgt mehr oder weniger dem Flussverlauf.

Der angepeilte Campingplatz liegt auf der andern Seite der Stadt. Unser "Navi" lotst uns souverän durch Linz hindurch. Das riesige Industriegebiet auf der Ostseite der Stadt macht mit den vielen rauchenden Kaminen einen nicht eben einladenden Eindruck auf uns. Erfreulicherweise liegt der Campingplatz doch ziemlich weit draussen vor der Stadt, so dass wir von dem Gestank der chemischen Instustrie nicht beeinträchtigt sind. Wir erhalten ein sonniges Plätzchen.
Statt einer Fahrt in die Stadt entschliessen wir uns, lieber eine Radtour um den Pichlingersee zu unternehmen. Der unvermutet grosse See ist rundum von Badewiesen und mehreren Restaurants und Cafés umgeben und dient den Linzern als willkommenes Naherholungsgebiet. Auf den Dutzenden von gratis Parkplätzen stehen zurzeit Tausende von Autos. Man merkt, dass in Österreich immer noch Ferienzeit herrscht. Die Parkplätze sind entsprechend belegt.

Unter dem Motto, man gönnt sich ja sonst nichts, lassen wir uns in einem der gemütlichen Restaurants nieder und bestellen einen Cappuccino und einen "Coup Dänemark" :-)

Am Horizont zeigen sich bereits die ersten Wolken, Vorboten der angekündigten Gewitterfront, die uns heute Nacht überqueren soll.
Am Ende des Tages versuche ich, wie immer, unser Reisetagebuch via Internet zu aktualisieren. Beim letzten Campingplatz war gar kein Internetzugriff vorhanden. Beim jetzigen gibt es zwar eine Internetecke ohne PC, wo man aber wenigstens seinen eigenen Laptop via Kabel anschliessen kann. Ich erhalte jedoch trotz längerem Probieren vom ISDN-Modem keine Netzwerkadresse. Auch eine manuelle Zuteilung hilft nicht. Eine funktionierende Kommunikation zwischen Computer und Modem ist somit unmöglich. Etwas frustriert gebe ich nach einer halben Stunde auf.
Internet-Wüste Europa! Dies ist zwar nur der erste Eindruck, aber nur allzu oft trifft dieser ja zu. Es ist inzwischen bereits der zweite Campingplatz auf unserer kurzen Deutschland-/Österreichreise ohne funktionierenden Internetzugriff. Es scheint, dass Europa weit hinter Australien hinterherhinkt, wenn es um moderne Kommunikationsmittel geht. Dort hatten wir während einem halben Jahr selbst auf abgelegensten Campingplätzen via Satellit Zugriff aufs Internet. Zudem gibt es dort selbst im kleinsten Dorf zahlreiche meist gut ausgerüstete Internet-Cafés und Internet-Lokale, vom Gratis-Internet bei "McDonald's" ganz zu schweigen. Erstaunlich mager :-(
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Sonntag, 23. August 2009
Reise nach Österreich III (mit Elchi)
Kategorien (Labels):
Deutschland,
Österreich
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