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Donnerstag, 24. September 2009

Reise durch Frankreich I (mit Elchi)

Heidelberg - St. Gallen (Donnerstag, 24.9.2009)
Wetter: bewölkt bis schön / Temp.: 22 Grad / Wind: 1 - 2 Bf.

Leider wird unsere Reise jäh unterbrochen, weil wir gestern von der Motorfahrzeugkontrolle einen überraschenden Prüfungstermin für unseren "Elchi" erhalten haben. Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen können wir unser Reisemobil vorzeitig morgen Freitag prüfen lassen. Insofern haben wir Glück im Unglück. Anstatt in Richtung Frankreich/Spanien fahren wir nun zunächst zurück in die Schweiz, wo wir nach vier Stunden Fahrt bereits am Nachmittag ankommen.

Heute Abend findet in der Tonhalle St. Gallen ein wunderschönes Klavierkonzert statt. Da können wir nicht widerstehen. Glücklicherweise gibt es noch freie Plätze, so dass wir dieses attraktive "Klavierkonzert Nr. 3" von Sergej Rachmaninow und die sinfonische Suite "Sheherazade" von Rimski Korsakow in vollen Zügen geniessen können.

Aufenthalt im Raum St. Gallen (Freitag, 25.9.2009)
Wetter: bedeckt / Temp.: 18 Grad / Wind: 1 Bf.

Wegen des vorgängigen Fahrzeugschecks bei der Iveco-Garage bleibt uns noch etwas Zeit, die wir für den Einkauf im nahen Windsurf-Shop in Staad nutzen. Mein Neoprenanzug hat sehr gelitten und muss wieder einmal ersetzt werden. Im eigenwilligen Hundertwasserhaus bei Altenrhein genehmigen wir uns anschliessend einen Cappuccino.

Zufälligerweise treffen wir im Lokal Richi, einen alten Bekannten, der Spanien sehr gut kennt und uns noch ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg gibt. Mitten im Kreisel mit Zufahrt zum Flughafen Altenrhein thront ein altes Kampfflugzeug der Schweizer Armee, ein "de Havilland D.H.100 Vampire".

Die Prüfung unseres Reisemobils geht zügig und ohne Probleme über die Bühne, so dass wir morgen bereits wieder an unsere Weiterfahrt denken können. Wir nutzen die restliche Zeit des Tages für ein paar Verwandtenbesuche.

St. Gallen - Kaysersberg (F) (Samstag, 26.9.2009)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 1 Bf.

Nach der eben gemachten Erfahrung mit dem Prüfungstermin unseres Reisemobils überlegen wir während der Fahrt in Richtung Basel angestrengt, ob wir diesmal auch nichts vergessen haben :-) Im Moment fällt uns jedenfalls nichts mehr ein und so fahren, nachdem wir in der Schweiz noch vergleichsweise günstig aufgetankt haben, relativ entspannt über die Grenze nach Frankreich. In Frankreich ist der Diesel zwar wesentlich billiger als Benzin, jedoch durch die hier eingerechnete Motorfahrzeugsteuer insgesamt ziemlich teuer.

Wir haben noch einen Tag Zeit, bevor wir die Reise nach Spanien unter die Räder nehmen und wollen uns etwas im Elsass umschauen. Wir entschliessen uns für die Umgebung von "Colmar". Im nahen "Kaysersberg" gibt es einen ruhig gelegenen, wunderschönen Campingplatz. Wir kommen gerade rechtzeitig zum Ende der Mittagspause und können für unseren "Elchi" eine geeignete Parzelle aussuchen.

Das kleine Städtchen "Kaysersberg" verfügt über üppige neun Parkplätze, darunter auch ein riesiger Stellplatz für Wohnmobile und Busse. St. Gallen mit gegen 70'000 Einwohnern könnte sich hier noch eine Scheibe abschneiden. Dort gibt es lediglich einen winzigen Standplatz für zwei Wohnmobile und ein paar wenige Parkplätze für Touristenbusse, obwohl unsere Stadt wirklich sehenswert wäre.

Eigentlich wollten wir heute Nachmittag zuerst das Städtchen "Riquewihr" anschauen. Als wir jedoch am westlichen Eingang zur wunderschönen Altstadt von "Kaysersberg" vorbeifahren, ändern wir unseren Plan spontan und beginnen unsere elsässische Entdeckungsreise gleich hier.


Wir spazieren staunend durch die malerischen Gassen. Ein Riegelbau (Fachwerkbau) ist schöner als der andere.



Die erste Erwähnung von "Kaysersberg" geht immerhin bis ins Jahr 1227 zurück. Das Städtchen ist eines der vielen Schmuckstücke des Elsass.


Hoch über der Stadt inmitten von Rebbergen thront das Schloss.


Wie gewöhnlich bei solchen romantischen Ortschaften, können wir uns kaum satt sehen.


Für weitere Ausflüge bleibt uns heute keine Zeit mehr. Wir fahren zum Campingplatz zurück. Dieser verfügt übrigens über gratis WLAN, so dass wir unser Reisetagebuch problemlos aktualisieren können :-)

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