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Donnerstag, 4. März 2010

Aufenthalt in Südspanien XXX (mit Elchi)

Camping Caravaning La Manga (SP) (Donnerstag, 4.3.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 20 Grad / Wind: 1 - 3 Bf.

In der Nacht wird unser "Elchi" immer wieder von starken Windböen durchgerüttelt, so dass unser Schlaf nicht ungetrübt verläuft. Am Morgen hat der Wind ausgeblasen. Ein wunderschöner und warmer Tag steht vor uns. Wir unternehmen wieder einmal eine Velotour auf "La Manga". Unterwegs schauen wir nach unseren Papageien, welche ebenfalls den Frühling spüren.


Die langgestreckte Halbinsel, welche inzwischen total überbaut ist, zieht uns immer wieder in ihren Bann.


An den Ufern des "Mar Menors" sind schon etliche Sommerfrischler unterwegs, obwohl das Thermometer heute nur knapp 20 Grad erreicht.



Unser Ziel ist, wie meistens, das "Restaurant/Café Paquebote" im äusseren Teil der Halbinsel.


Am Strand sonnen sich bereits die ersten Touristen.

Ansonsten sind die Strände noch weitgehend menschenleer.


Als wir von unserer Tour zurück sind, geniessen auch wir die Märzensonne vor unserem "Womo".

Am Nachmittag entwickelt sich dann doch noch etwas Wind aus Süden. Wir sind nicht die Einzigen, die mit dem grossen Material aufs Wasser gehen. Doch der Wind bleibt heute verhalten. Wir kommen kaum ins Gleiten und brechen unser Vorhaben nach einer Stunde "Umhertümpeln" ab. Ausser Spesen nichts gewesen, wie es so schön heisst ;-)

Derweil geniessen die Gäste im Strandrestaurant die warme Sonne.

Jedem das Seine…

Windsurfen auf dem Mar Menor (SP) (Freitag, 5.3.2010)
Wetter: sonnig / Temp.: 16 Grad / Wind: 4 - 7 Bf.

Der Tag beginnt sonnig. Da für die nächsten zwei Tage Regenwetter vorhergesagt ist, fahren wir zunächst mit unserem Roller nach "Cabo de Palos" zum Einkaufen. Gegen Mittag wird unsere Fahne immer unruhiger, so dass wir am Strand einen Augenschein nehmen. Der Wind aus nordöstlicher Richtung hat bereits eine Stärke von geschätzten 4 Bf. Tendenz zunehmend.

Wir packen unsere Surf-Ausrüstung und begeben uns an den Strand. Wir starten mit dem 6.0 bzw. 5.4 m2 Segel und dem 105 Liter bzw. 95 Liter Brett. Vielleicht waren wir diesmal etwas zu voreilig, denn wir kommen vorerst nur ab und zu ins Gleiten. Bald aber legt der Wind etwas zu, so dass unser Material ausgezeichnet passt. Wir sind längst nicht mehr allein. Der Strand ist gerammelt voll mit Surf-Equipment und die "Piraten-Bucht" ebenso.

Nachfolgend ein Google-Map-Foto der sogenannten "Piraten-Bucht".
(Zur Vergrösserung Foto anklicken)

Nachdem wir uns drei Stunden vergnügt haben steigert sich der Wind weiter und erreicht satte 7 Bf. Die Meisten haben nun zu grosse Segel. Bei vielen heisst dies umriggen, denn die Wenigsten verfügen über so ein komfortables Surfwägelchen wie wir. Nach 5 ½ Stunden Surfgenuss streiche ich die Segel. Anita hat schon früher aufgehört. Es war ein weiterer toller Surftag :-)

Windsurfen auf dem Mar Menor (SP) (Samstag, 6.3.2010)
Wetter: bewölkt bis heiter / Temp.: 14 Grad / Wind: 6 - 7 Bf.

Es war eine windreiche Nacht (ca. 7 bis 8 Bf.) Unser fragiles Küchenzelt hat sich im Takt der Windböen gekrümmt. Immerhin hat es ausser ein paar Scheuerstellen bisher nichts abgekriegt. Der heutige Tag sollte gemäss Wetterprognosen eher ein häuslicher Tag im "Womo" werden ;-) Statt des prognostizierten Regens, ist es jedoch den ganzen Tag über mehr oder weniger sonnig. Dazu weht ein kräftiger Wind aus Nordosten mit ca. 6 bis 7 Bf., ideal zum Windsurfen mit kleinen Segeln.

Gegen Mittag nehmen wir einen ersten Augenschein am Strand. Ein einzelner Windsurfer (John aus Cornwall) kämpft sich bei ca. 7 Bf. durch das zerpflügte "Mar Menor".


Auf der Terrasse des Strandrestaurants haben sich einige Windsurfer versammelt, die John's Treiben interessiert beobachten.


Auch "Norbert" und "Dave" lassen es gemächlich angehen und wollen nichts überstürzen ;-)

Die beiden Reiter trotzen dem Starkwind.


Das "Mar Menor" ist vom starken Wind total aufgewühlt. "Dave" und "Hans" sind die Nächsten, die rausgehen.



Dann um halb zwei Uhr entschliesse ich mich endlich, mit dem 4,2 m2 und dem "Naish-Board" 85 Liter in die Wellen zu stürzen :-) Anita vergnügt sich derweil im Hallenbad. Einige weitere Surfer haben inzwischen ebenfalls den "inneren Schweinehund "überwunden und wagen sich ins Wellengewühl.

Nach zwei Stunden Berg- und Talfahrt habe ich genug. Es war ein toller Nachmittag. Am Abend sind wir zum Video-Treff bei "Karin" und "Eugen" eingeladen. Thema ist, wie könnte es anders sein, Urlaub und Windsurfen :-)

Erlebnis mit einem gefährlichen Trojaner
"Karlheinz", ein Campingnachbar von uns, hat sich auf seinem Notebook einen gefährlichen Trojaner eingefangen. Wie er diesen PC-Schädling eingefangen hat, ist nicht nachzuvollziehen, möglicherweise durch eine EMail oder einen nicht verifizierter Download.

Der "TR/Crypt.XPACK.Gen" Trojaner, auch bekannt unter dem Namen "Win32.Bagle.gen" etc. ist sehr aggressiv und zerstörerisch. Er verlangsamt den Computer, zerstört Systemdateien, erzeugt "Blue Sceens of Death" und verhindert auch den Breitband Internetzugriff. Überdies lädt der Virus aus dem Internet weitere "Malware" nach, die den PC vollends verseuchen. Vor allem aber inaktiviert er Security-Programme und Firewalls und zeichnet Anwendernamen, Passwörter und andere sensitive Daten, wie Bankdaten und Kreditkartennummern auf und versendet diese an unbekannte Destinationen. Mit einem Keylogger zeichnen er ferner jeden Tastenanschlag auf (Internet-Banking ade!!!).

Einfangen kann man einen Trojaner leicht, aber wie wird man ihn wieder los? Bedauerlicherweise kann nicht einmal das "Premium AVIRA-Tool" den Schädling entfernen. Auch das offizielle Removal-Tool des gleichen Herstellers schafft dies nicht. Also gehen wir auf meinem Notebook im Internet auf die Suche nach einem funktionierenden Removal-Tool. Bei "McAfee" sind wir fündig geworden. "Stinger" heisst die Removal-Software dieses Herstellers, der in der Hitliste der einschlägigen Fachzeitschriften immer in den vorderen Rängen fungiert.

Leider schaffen wir es auch mit diesem Tool nicht, den Schädling zu entfernen. Die Suche im Internet nach geeigneten Werkzeugen geht weiter. Letztendlich bleibt uns nur noch, die Festplatte neu zu formatieren und "Windows" neu aufzusetzen, denn es ist nicht sicher, dass sich der Trojaner beim letzten Backup nicht schon auf dem Computer eingenistet hatte. Noch hoffen wir, dass wir um diese aufwendigen Arbeiten herum kommen. So oder so ist dies ein echtes Trauerspiel.

Eines ist sicher: Man müsste viel konsequenter und härter gegen die Programmierer und Verbreiter solcher "Malware" vorgehen. Es werden dadurch weltweit zweifellos Milliardenkosten verursacht, und es ist gewiss kein Kavaliersdelikt.

Achtung! Für alle PC-Anwender haben wir auf unserer Homepage eine hilfreiche Informationsseite eingerichtet:
(Wie schütze ich meinen PC?).

Camping Caravaning La Manga (SP) (Sonntag, 7.3.2010)
Wetter: regnerisch bis sonnig / Temp.: 15 Grad / Wind: 1 Bf.

Ein ruhiger Sonntag steht vor uns. Es hat heute keinen Wind, wenig Sonne und ist auf dem Campingplatz erstaunlich ruhig. Mitte Morgen fängt es sogar leicht zu regnen an. Es gibt noch ein paar EDV-Aufgaben und Probleme zu lösen. Die Entfernung des gefährlichen Trojaners auf "Karlheinz" Notebook ist immer noch nicht gelungen. "Claus" und "Margareta" haben ein Video-Konvertierungsproblem mit ihrem iPod und "Detlef" möchte gerne ein Blatt für eine Unterschriftensammlung erstellt und ausgedruckt haben :-)

Unser "Flow" Surfbrett sollte noch diesen Monat den Besitzer wechseln. Leider wurde unser am Eingangstor zum Strand aufgehängtes Verkaufsplakat von unbekannter Seite entfernt und sollte erneuert werden. Ferner ist wieder mal Staubsaugen im "Elchi" angesagt.

Am Nachmittag scheint bereits wieder die Sonne und erwärmt die Luft auf angenehme 15 Grad. Café und Kuchen gibt's Dank "Detlefs" Backkünsten bei uns zuhause. Anschliessend kommt "Willi" zu Besuch. Ich erkläre ihm am PC die Arbeitsweise und Möglichkeiten des Internets und stelle ihm auch unsere Homepage und insbesondere unser Reisetagebuch vor.

Auch "Willi" führt geflissentlich ein Tagebuch, allerdings noch auf konventioneller Basis. Zwei Stunden sind im Nu vorbei.

Camping Caravaning La Manga (SP) (Montag, 8.3.2010)
Wetter: bewölkt bis heiter / Temp.: 14 Grad / Wind: 3 - 4 Bf.

Eigentlich präsentiert sich der morgendliche Himmel vielversprechend.


Doch leider bleibt uns die Kaltluft aus Norden für heute und auch die nächsten Tage erhalten. Anstatt dass das Thermometer von den morgendlichen 14 Grad ansteigt, sinkt es im Laufe des Tages auf 12 Grad hinunter. Vom aufkommenden Wind aus Norden wird das Kältegefühl noch verstärkt. Wir machen es in unserem "Elchi" gemütlich.

Am Nachmittag weht der Wind mit 3 bis 4 Bf. aus Norden. Doch auf dem "Mar Menor" sind nur ein paar wenige Windsurfen zu sehen.


Camping Caravaning La Manga (SP) (Dienstag, 9.3.2010)
Wetter: bewölkt bis sehr schön / Temp.: 14 Grad / Wind: 4 - 0 Bf.

Ein grosses Hochdruckgebiet über Grossbritannien und mehrere Tiefdruckgebiete über dem Mittelmeer erzeugen eine massive Kaltluftströmung von Skandinavien über ganz Mitteleuropa bis nach Nordafrika.

In "Barcelona" hat es heute Morgen infolge Schneefalls ein riesiges Verkehrs-Chaos gegeben (40 cm Neuschnee!!!) Bis nach "Valencia" hinunter hat es geschneit. Die "Murcianischen Berge" sind ebenfalls wieder mit Schnee bedeckt, wie im Januar.

Ein bissiger Wind mit 4 Bf. aus Nordwesten verstärkt das Kältegefühl (Windchill = - 4 Grad). Wir messen bei uns nunmehr 4 Grad über dem Nullpunkt und dies anfangs März. So haben wir uns den Frühling in Südspanien nicht vorgestellt :-((

"Anita" geht mit "Karin" und "Margareta" auf den Früchte-/Gemüsemarkt in "La Union". Ich versuche inzwischen zusammen mit "Karlheinz" den "Trojaner" auf seinem Laptop zu bändigen. "Karlheinz" hat mittlerweile mehrere Removal-Tool aus dem Internet heruntergeladen. Keines der Tools konnte den Virus entfernen. Selbst das Programm zur Beseitigung bösartiger Software von Microsoft hat versagt :-( Hinzu kommt, dass der PC nicht mal mehr vom CD/DVD-Laufwerk aus gebootet werden kann, trotz korrekter BIOS-Einstellungen.

Im Laufe des Morgens reisst der Himmel auf und macht der Sonne Platz. Auch der Wind lässt nach, so dass wir immerhin noch die 14 Gradgrenze erreichen.

An windgeschützten Stellen wird es sogar noch wärmer. Unser neuer Campingnachbar baut derweil seinen kleinen "Smart-Katamaran" auf.

Die Sicht übers "Mar Menor" ist bei der kalten Luft besonders gut.

Am Nachmittag treffen wir uns zu Café/Kuchen auf der Terrasse des Strandrestaurants.

Der Wind hat inzwischen ganz aufgehört und das "Mar Menor" liegt spiegelglatt vor uns.

"Klaus", "Brigitte", "Karin" und Eugen" gesellen sich auch zu uns.


Zum Abendessen fahren wir mit "Karin", "Eugen", "Claus", "Margareta", "Hella" und "Dave" nach "Los Alcazares" zur "Schinken Bude" und verbringen dort einen gemütlichen Abend.

Als Vorspeise gibt es Schinken und Käse mit frisch gebackenem Rundbrot.

Die "Calamares fritas" und das "Cordero" mit Gemüse schmecken ausgezeichnet und der "Sangria" ist süffig wie eh und je.


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